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29.09.2016

Auftakt zur bundesweiten Fachtagung in Bethel


Michael Wedershoven vom Landschaftverband Westfalen-Lippe bedankte sich bei den Gastfamilien.

Regionalleiter Rüdiger Klein und das Team vom Betreuten Wohnen in Familien mit Sabine Melichar, Markus Heinrichsdorf, Margret Steinkamp, Klaus Keine, Petra Hamelau-Stoll und Martin Friedrichs feierten mit 175 Gästen das 20ste Jubiläum. Fotos: Reinhard Elbracht

Melissa und Maria Andres (2.v.l.) geht es gut bei Barbara Fischbach (r.). Sabine Melichar vom Betreuten Wohnen Bethel freut sich für die beiden. Foto: Paul Schulz

20 Jahre Betreutes Wohnen in Familien

Seit zwanzig Jahren vermittelt die Familienpflege in Bethel Menschen mit psychischen Erkrankungen, einer Suchtproblematik oder Behinderung in Gastfamilien. Zurzeit profitieren in Ostwestfalen rund 50 Klientinnen und Klienten vom Betreuten Wohnen in Familien.

Das Betreute Wohnen, eine Alternative zu den stationären und ambulanten Angeboten, sei ein Gewinn für die Gastfamilien und für die Klienten, hob Michael Wedershoven, Referatsleiter der Behindertenhilfe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hervor. Er dankte den Gastfamilien, die ihr Leben mit einem zunächst fremden Menschen teilen. „Das, was sie tun, tun sie nicht nur für die Betroffenen und für sich selbst, sondern auch für die Gesellschaft“, so Michael Wedershoven bei der Feierstunde in der Neuen Schmiede in Bielefeld-Bethel.

Die Jubiläumsfeier gestern war der Auftakt zum bundesweiten Kongress Betreutes Wohnen in Familien, der nach 1989 und 2001 zum dritten Mal in Bethel stattfindet. Unter dem Motto: „Von gelingenden Geschichten und glücklichen Momenten“ wird drei Tage lang beispielsweise über sich verändernde Rahmenbedingungen, Inklusion oder Genesung von psychiatrischen Erkrankungen geredet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen jedoch die Klientinnen und Klienten mit ihren Gastfamilien. Ein Beispiel für eine „gelingende Geschichte“ ist die der Gütersloherin Barbara Fischbach, die eine behinderte Frau samt Tochter bei sich aufgenommen hat.

Barbara Fischbach ist für Maria Andres und ihre Tochter Melissa ein wahres Geschenk. Ohne sie wäre das Mädchen zu Pflegeeltern gekommen. Denn ihre Mutter kann nicht gut für sie sorgen. Zwar unterstützte sie ein Fachdienst. Aber die Hilfe reichte nicht. „Wenn die Betreuer beobachten, dass ein Kind in der Entwicklung immer weiter zurückfällt, wird es brenzlig“, betont Sabine Melichar, Leiterin vom „Betreuten Wohnen in Familien“ in Bethel, die die Familie begleitet.

„Es war Sympathie auf den ersten Blick“, erinnert sich Barbara Fischbach an die erste Begegnung mit Maria und Melissa. Bis heute bereue sie den Schritt nicht. Es sei sehr erfüllend zu sehen, wie es voran gehe. Melissas soziales Verhalten habe sich stark verbessert. „Sie hat gelernt mit Worten zu kommunizieren. Statt sich schreiend hinzuwerfen, diskutiert sie“, freut sich Barbara Fischbach. Zu Maria hat sie ein herzliches Verhältnis. „Sie ist so dankbar. Die beiden bringen so viel Lebensfreude ins Haus.“

Informationen zum Thema Gastfamilien und Betreutes Wohnen gibt es bei Sabine Melichar, Bethel.regional, Tel.: 0521/144-2522, E-Mail: sabine.melichar@bethel.de


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