v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
08.05.2015

„Aus Schnittstellen wurden Nahtstellen“


In dem neuen Behandlungszentrum erleichtert ein Farbleitsystem die Orientierung.

Nach der Eröffnungsfeier konnten sanierten und neu ausgestatteten Räumlichkeiten besichtigt werden.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Günther Wienberg, Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro, KEH-Geschäftsführer Michael Mielke, Chefarzt Dr. Andreas Kauert, KEH-Geschäftsführer Dr. Johannes Feldmann, Dr. Manfred Lang, Ärztlicher Direktor des KEH, Kirchenrätin Susanne Kahl-Passoth, Dr. Tatjana Dessoy, Dr. Thomas Schilter, Dr. Heiderose Ortwein, Oberarzt Dr. Andreas Pfeiffer und Chefarzt Prof. Dr. Hans-Peter Thomas.

Behandlungszentrum für ältere Patientinnen und Patienten eröffnet

Ältere Menschen haben besondere Bedürfnisse, wenn sie in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Jetzt wurde im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg ein Behandlungszentrum offiziell eröffnet, dass auf diese Patientengruppe spezialisiert ist. Unter einem Dach kooperieren hier die Geriatrische Tagesklinik mit zehn Behandlungsplätzen und die Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie mit fünf Therapieplätzen für ältere Patienten.

Das Besondere an dieser Konstellation ist nicht nur die räumliche Nähe und die damit verbundene inhaltliche Kooperation von Geriatrie und Neurologie, sondern auch eine Zusammenarbeit mit der Psychiatrie. So wird sowohl dem im KEH etablierten ganzheitlichen Behandlungsansatz als auch der Nachfrage nach einer modernen, interdisziplinären Versorgung älterer Patienten Rechnung getragen. Das Zentrum bietet ein ausdifferenziertes, multimodales Therapieprogramm für Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen, während in der Geriatrischen Tagesklinik in abgestufter Form Krankheitsbilder behandelt werden, die zu Einschränkungen der Mobilität oder Alltagskompetenz geführt haben. In dem Gebäude der Geriatrischen Tagesklinig wurde ein Farbkonzept umgesetzt, das in den Fluren für bestmögliche räumliche Orientierung bei den Seniorinnen und Senioren mit demenziellen Einschränkungen sorgt. Neben Aufenthaltsräumen und Ruhebereichen stehen zahlreiche Therapieräume für das multimodale Programm zur Verfügung.

"Wenn es die Tagesklinik nicht bereits gäbe, müsste sie erfunden werden", sagte Professor Dr. Günther Wienberg. Der stellvertretende Bethel-Vorstandsvorsitzende betonte in seiner Ansprache die enge Zusammenarbeit von internistischer Medizin, Neurologie und auch Psychiatrie. „Aus Schnittstellen wurden Nahtstellen“ im Interesse der älteren Patientinnen und Patienten. Die Tagesklinik wirke nicht nur therapeutisch, sondern auch sozial-integrativ.

An die Eröffnungsfeierlichkeiten schloss sich ein Symposium an. Hier ging es um das Thema „Schmerz im Alter“. Dabei ging es um die medikamentösen Probleme älterer Patienten sowie um die Anwendung spezieller Schmerztherapien. „Multimodal ist erste Wahl“ lautete das Fazit beim Blick auf die Behandlungserfolge im Rahmen interdisziplinärer Zusammenarbeit.


© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel