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05.08.2019

Betheler Beschäftigte erproben intelligentes Assistenzsystem


Der Vorgänger der Avikom-Brille kann zum Beispiel Beschäftigte in Betheler Werkstätten bei der Montage von Vogelhäuschen unterstützen. Foto: CITEC/Universität Bielefeld

Beschäftigte in Bethel erproben für das neue Forschungsprojekt „Avikom“ der Universität Bielefeld und der Fachhochschule Bielefeld erneut ein intelligentes Assistenzsystem. In Montage und Logistik soll das System Beschäftigte künftig mit Handlungshinweisen über visuelle Einblendung und Sprache unterstützen und kann so auch bei Anlernprozessen assistieren. Die Datenbrille mit speziellem Headset liefert Informationen genau dann, wenn sie gebraucht werden 

Avikom steht für: Audiovisuelle Unterstützung durch ein kognitives und mobiles Assistenzsystem. Die Avikom-Brille arbeitet mit Augmented Reality (erweiterter Realität) und blendet im Sichtfeld Zusatzinformationen ein. Zudem kombinieren die Forschenden sie mit einem intelligenten Kopfhörer mit Mikrofon. Darüber kann das Avikom-System ähnlich wie ein Navigationssystem mit der Nutzerin oder dem Nutzer sprechen. Damit sich das System auf die jeweiligen Nutzerinnen und Nutzer einstellen kann, werden die Fertigkeiten der Beschäftigten vorab über eine softwarebasierte Diagnostik erfasst.

Das neue Assistenzsystem führt die Forschungsarbeit aus vorangegangenen Projekten zusammen. So baut es zum Beispiel auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts „Adamaas“ auf, das ebenfalls in Zusammenarbeit mit Bethel erprobt und entwickelt wurde. Über drei Jahre arbeiteten Forschende des Exzellenzclusters CITEC mit Beschäftigten und Bewohnern in Bethel an einer Datenbrille, die vor allem älteren und kognitiv beeinträchtigten Menschen den Alltag erleichtern soll. Neben Bethel sind weitere Partner in dem neuen Projekt „Avikom“ die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld und zwei Branchenvereine. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfonds (ESF) fördern die neue Forschung bis April 2022. Insgesamt werden 2,4 Millionen Euro für das Projekt aufgewendet.


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