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06.10.2017

Bethel gestaltet die Zukunft der Altenheime mit


Mitarbeiterin Annegret Kornath (2.v.l.) macht Gedächtnistraining mit Wilma Fritz sowie Bewohnerin Anita Rolfsmeier (r.). Foto: Paul Schulz

Modellprojekt Pflegezentrum Lohmannshof in Bielefeld

Das Pflegezentrum am Lohmannshof in Bielefeld bietet seit Anfang September gezielt für pflegebedürftige ältere Menschen in der Nachbarschaft ein neues teilstationäres Pflegeangebot an. Das Besondere der Tagespflege ist, dass sie nicht wie vom Gesetzgeber gefordert, in einer eigenen solitären Einrichtung stattfindet, sondern im Langzeitbereich integriert ist.

Das Ziel des deutschlandweit einzigartigen Projekts ist es, stationäre Einrichtungen der Langzeitpflege so weiterzuentwickeln, dass sie die Funktion eines multiprofessionellen Gesundheits- und Pflegezentrums einnehmen können. Für die Anwohnerinnen und Anwohner in den jeweiligen Stadtteilen sollen sie Anlaufstelle, zum Beispiel für Beratung, ambulante Pflege oder medizinischer Versorgung sein. Die Einladung der stationären Einrichtungen an ambulante Dienste, ihre Angebote unter ihrem Dach anzubieten, ist zukunftsweisend, weil es im Laufe der kommenden Jahre mehr Menschen mit Pflegebedarf geben wird als vollstationäre Pflegeplätze zur Verfügung stehen können.

So werden für das Jahr 2030 auf Basis altersspezifischer Pflegewahrscheinlichkeits-Berechnungen 3,4 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland prognostiziert, für das Jahr 2050 sogar 4,36 Millionen Pflegebedürftige. Im Dezember 2015 waren in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig.

Das Konzept der integrierten Tagespflege im Pflegezentrum Lohmannshof ist Teilprojekt des Verbundprojektes „Pflege stationär – weiterdenken“ der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Es wird in vier stationären Altenhilfe-Einrichtungen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, der Arbeiterwohlfahrt und des Ev. Johannesstiftes in Herford und Bielefeld durchgeführt. Die beiden Städte beteiligen sich als Kooperationspartner. Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Versorgungsforschung der Universität Bielefeld begleitet das Vorhaben wissenschaftlich.


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