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24.06.2019

Bethel tagt zum BTHG in Berlin


Fotos: Christian Weische

„Teilhaben und Teilsein - im Mittelpunkt der Mensch.“ Unter diesem Motto hatte Bethel in Berlin zu einer großen Fachtagung rund um das Thema Bundesteilhabegesetz (BTHG) geladen. Speziell ging es um die Anforderungen, die das Konzept der „Personenzentrierung“ zukünftig stellt. Menschen mit Einschränkungen werden ab 2020 die rechtlich garantierte Möglichkeit haben, alle Leistungen, die sie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben benötigen, individualisiert und zugeschnitten auf die eigenen Bedürfnisse auszuwählen. Die Leistungs- und Kostenträger stellt das vor große Herausforderungen.

Etwa 250 Gäste waren der Einladung von Bildung & Beratung Bethel gefolgt, 40 Prozent davon kamen von anderen diakonischen Trägern, Wohlfahrtsverbänden oder kommunalen Verwaltungen. „Ich freue mich besonders, dass viele Menschen mit Beeinträchtigungen teilgenommen haben. Das war eine sehr gute Mischung“, sagte Michael Conty, der das Bethel-Projekt „Umsetzung des BTHG“ leitet. Viele Klientinnen und Klienten berichteten selbst von ihren Erfahrungen und Wünschen im Alltag.

Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen im großen Plenum waren vor allem die 18 Workshops gefragt, die anhand ganz konkreter Beispiele Hilfestellungen boten, das Paragrafendickicht des 107 Seiten umfassenden BTHG-Gesetzes zu verstehen. Die Fragestellungen waren dabei vielfältig: Wie vertrete ich selbstbewusst meine Interessen? Was mache ich, wenn das Amt einen Antrag ablehnt? Welche Wohnformen sind möglich? Wie müssen Mitarbeiter zukünftig geschult werden? Und wie viel Risikobereitschaft erfordert das neuen selbstbestimmten Leben? Falls die Fachexperten einmal zu unverständlich wurden, hatte jeder Teilnehmer das passende Schild parat: „Stopp. Bitte in leichter Sprache!“.


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