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25.11.2015

Bethel und Uni Bielefeld entwickeln intelligente Brille


Im Bildungszentrum Schopf kann eine intelligente Brille beim Bau von Vogelhäusern anleiten. Foto: Schulz

Auf die Innenseite eines Brillenglases werden Informationen projiziert. Foto: Schulz

Im Breipohls Hof erklärt Citec-Forscher Kai Essig (r.) die Funktionsweise der intelligenten Brille. Foto: Burg

Wie ging das nochmal? Erst den Kaffeefilter einsetzen, dann das Pulver einfüllen – oder umgekehrt? Viele Menschen mit Unterstützungsbedarf können Tätigkeiten selbst ausführen, wenn sie bei komplexen Abläufen die richtige Anleitung erhalten. Deshalb entwickelt die Universität Bielefeld gemeinsam mit Bethel und weiteren Partnern ein kognitives Assistenzsystem, um Menschen bei der Führung eines selbständigen und selbstbestimmten Lebens zu unterstützen.

ADAMAAS – kurz für „Adaptive and Mobile Action Assistance in Daily Living Activities“ – lautet der Name dieses mobilen, mit-handelnden Systems. Umgesetzt werden soll es in Form einer intelligenten Brille, die Techniken wie Eye-Tracking, Objekt- und Handlungserkennung und Erweiterter Realität mit modernen Diagnose-Methoden kombiniert. Die Forscher des Bielefelder Exzellenzclusters Citec wollen herausfinden, wie unterschiedliche Arten von Hinweisen und Anleitungen auf die Benutzer wirken, wie diese Hilfestellungen angenommen werden und wie sich das System optimal an den jeweiligen Benutzer anpassen kann.

In Bethel sind die Stiftungsbereiche Altenhilfe und proWerk beteiligt. Im Seniorenzentrum Breipohls Hof in Bielefeld-Senne und im Bildungszentrum Schopf finden die Erprobungen in der Praxis statt. Im Bereich der Altenhilfe sollen mit dem Kaffeekochen sowie der Bedienung einer Waschmaschine zwei Alltagshandlungen begleitet werden. In der Werkstatt wird es um das Zusammenbauen eines Vogelhäuschens gehen. Ellen Schack (Bethel proWerk) und Ulrich Johnigk (Stiftungsbereich Altenhilfe) vertreten Bethel in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,2 Millionen Euro geförderten Projekt.


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