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24.09.2018

Bethel-Vorstand beim Demografiekongress in Berlin


Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong und Prof. Dr. Ingmar Steinhart haben beim Demografiekongress 2018 in Berlin gesprochen. Foto: Christian Weische

Wohnen, Gesundheit, Digitalisierung, Fachkräftegewinnung – zu diesen Schlagworten haben sich am Donnerstag und Freitag Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, dem Sozial- und dem Gesundheitsbereich beim Demografiekongress in Berlin ausgetauscht. Unter den Referenten und Diskussionsteilnehmern waren auch die Bethel-Vorstandsmitglieder Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong und Prof. Dr. Ingmar Steinhart.

Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong beteiligte sich an Podiumsdiskussionen zu den Themenbereichen „Wohnen & Selbstständigkeit“ sowie „Pflege & Medizin“ und sprach über die Umsetzung der generalisierten Pflegeausbildung. „Wir erhoffen uns, dass es zusammen mit dem Pflegestärkungsgesetz II und III sowie dem Bundesteilhabegesetz gelingen wird, die Pflege beruflich aufzuwerten“, so der Bethel-Vorstand. Eine zweite Diskussion hatte das barrierefreie und altersgerechte Wohnen in Nordrhein-Westfalen zum Thema. Dabei sprachen die Teilnehmer über notwendige Maßnahmen, damit Menschen auch im hohen Alter solange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung leben können. Dr. Johanna Will-Armstrong nannte zentrale Punkte, die Bethel in diesem Bereich derzeit beschäftigen: Stationäre Altenhilfen sollen weiterhin beibehalten werden, der Schwerpunkt werde sich allerdings in Richtung Palliativbegleitung verschieben. Andere Einrichtungen müssten sich neu ausrichten: „Unser eigentliches Ziel ist es, dass aus den stationären Altenhilfen Gesundheits- und Pflegezentren im Stadtteil werden“, so Dr. Will-Armstrong. Auch werde unter den Rahmenbedingungen des Pflegestärkungsgesetzes II und III derzeit der ambulante Dienst in Dortmund und Bielefeld neu aufgesetzt.

Mit dem Vortrag „Individuelle Unterstützungssysteme – was leisten digitale Teilhabe und Assistenz?“ beteiligte sich Prof. Dr. Ingmar Steinhart am Forum „Menschen mit Behinderung werden älter“. Die Entwicklung von Systemen zur Verbesserung der digitalen Teilhabe und technischen Assistenz sei im strategischen Entwicklungsplan Bethels fest verankert, so Prof. Steinhart. Bewusst habe man sich aber dazu entschieden, auf eine Eingrenzung der Adressaten von digitaler Teilhabe und Assistenzsystemen zu verzichten: „Beides soll für alle Zielgruppen, für die Bethel Hilfe leistet, zugänglich sein – und damit auch unabhängig vom Alter.“ Anhand von Videos stellte er Forschungsprojekte mit Bethel-Beteiligung, wie „Kompass“, „KogniHome“ und PIKSL, vor, die Impulse für die Zukunft liefern sollen.


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