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15.04.2010

Bethel-Wanderausstellung startet in Bielefeld


Bürgermeister Detlef Helling (v. l.), Preisträger Bernd Bukowski, Bethel-Vorstand Pastor Ulrich Pohl, Preisträger Thomas Lach sowie die beiden Jury-Mitglieder Christiane Heuwinkel und Marion Dueball eröffneten die Ausstellung in der Stadtbibliothek.

Preisträger unter sich: Bernd Bukowski und Thomas Lach dürfen an einem Workshop in Lydda teilnehmen.

Auf reges Publikumsinteresse stieß die Ausstellung in der Bielefelder Bibliothek.

Mit dem „Mann im Sarg“ konnte Andreas Kretz den Wettbewerb für sich entscheiden.

Im Kreislauf von Leben und Tod

 

Unter dem Titel „Der Lebenskreis – von der Geburt bis zum Sterben und darüber hinaus“ haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel einen bundesweiten Kunstwettbewerb für Menschen mit Behinderung in diakonischen Einrichtungen ausgerufen. Die besten Ergebnisse werden in einer Wanderausstellung an verschiedenen Standorten in Deutschland gezeigt. Sie wurde am Dienstag, 13. April, in der Bielefelder Zentralbibliothek eröffnet.

Zur Eröffnungsfeier in der Bielefelder Bibliothek waren zahlreiche Künstler aus ganz Deutschland extra angereist. Für sie war die Vernissage, verbunden mit einem Bielefeld-Besuch, ein ganz besonderes Ereignis. Ihre Auszeichnung – alle Teilnehmenden bekamen einen Preis – wurde überreicht von Bürgermeister Detlef Helling. In seiner Ansprache würdigte der CDU-Politiker den „Weichensteller“ Friedrich von Bodelschwingh, der in Bielefeld einem „ganz besonderes Miteinander“ unterschiedlichster Menschen den Weg bereitet habe. „Kunst muss öffentlich gezeigt und wahrgenommen werden“, betonte Pastor Ulrich Pohl. Daher sei die Bielefelder Stadtbibliothek ein idealer Ort, um den Bielefelder Bürgern Kreativität und Kunstfertigkeit von Menschen mit Behinderung aufzuzeigen, so Bethels Vorstandsvorsitzender.

Im Vorfeld hatten Bielefelder Kunstexperten aus den zahlreichen Einsendungen 30 Bilder für die Ausstellung ausgewählt. Mit einem vielschichtigen Acrylbild konnte Andreas Kretz aus der Kraichgauer Kunstwerkstatt in Sinsheim den Wettbewerb für sich entscheiden. Die farbenfrohe und lebendige Darstellung, die dem ernsten Titel „Mann im Sarg“ scheinbar trotzt, faszinierte die Jury. Der Sieger kann jetzt als Preis eine Reise mit der Betheler ReiseSchmiede zu seinem Wunschziel Cuxhaven unternehmen. Ebenfalls prämiert wurden Arbeiten von Thomas Lach, Rotenburger Werke der Inneren Mission, sowie von Doris Maier und Bernd Bukowski, Diakonie Stetten e.V.. Sie wurden zu einem mehrtägigen Workshop in dem Betheler Künstlerhaus Lydda eingeladen. Nach dem Auftakt in der Bielefelder Zentralbibliothek werden die Bilder in Trier, Kiel, auf Borkum, in Cottbus, Unna, Schwerin, Berlin und abschließend im Europaparlament in Straßburg gezeigt.

Die Wanderausstellung zählt zu den besonderen Veranstaltungen, mit denen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in diesem Jahr ihres früheren prägenden Leiters Friedrich von Bodelschwingh anlässlich seines 100. Todestages am 2. April 2010 gedenken. Daher gibt die Ausstellung neben der Präsentation der künstlerischen Werke auch einen Einblick in das Lebenswerk Friedrich von Bodelschwinghs.

Mehr über das Bodelschwingh-Jahr 2010 erfahren Sie hier 


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