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02.09.2013

„Betheljahr International“


(v. l., hintere Reihe) Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Stefan Homann, Leiter der Freiwilligenagentur, und die Betheljahr-Referentinnen begrüßten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt. Foto: Paul Schulz

Aus Kenia, Kuba und Kirgisistan nach Bethel

Für viele junge Menschen begann am Montag, 1.September, der erste Tag ihres Freiwilligendiensts in Bethel, kurz „Betheljahr“ genannt. Die meisten der über 470 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Bielefeld oder Ostwestfalen, aber es gibt auch junge Männer und Frauen, die eine weitaus längere Anreise auf sich nehmen: 34 Teilnehmer aus Ländern wie Kenia, Kuba oder Kirgisistan sind in diesem Jahr in Bethel-Einrichtungen aktiv. Für die Freiwilligen aus dem Ausland findet jetzt erstmals ein zweitägiges Begrüßungsseminar statt, das ihnen den Einstieg in ihre neue Tätigkeit erleichtern soll.

„Für uns ist Ihr Engagement in Bethel ein riesengroßes Geschenk“, stellte Pastor Ulrich Pohl fest. Der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel hieß die internationalen Gäste im Nazareth-Festsaal willkommen. Auf die Begrüßung folgten Workshops und Gruppenaktivitäten, um den jungen Männern und Frauen Tipps für den Alltag zu geben. Bei einem geselligen Abend lernen die Teilnehmer schließlich ihre Ansprechpartner in den Einsatzstellen kennen. Die Freiwilligen aus dem Ausland durchlaufen ihr Betheljahr unter den gleichen Bedingungen wie die Teilnehmer aus Deutschland. Hinzu kommt eine zusätzliche Unterstützung in Form von Sprachkursen und einer intensiveren Begleitung während des Freiwilligendienstes.

Insgesamt 22 Nationen sind im „Betheljahr International“ vertreten. Die Teilnehmer sind in den Einrichtungen in Bielefeld, Niedersachsen und im Ruhrgebiet im Einsatz. Sie arbeiten in den Bereichen Altenhilfe, Krankenhäuser, Werkstätten, Behindertenhilfe, KiTa und Garten- und Landschaftsbau mit. Vereinzelt hat es in den vergangenen Jahren schon ausländische Teilnehmer gegeben, weil die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel über viele internationale Beziehungen verfügen. In dieser strukturierten Form als „Betheljahr International“ und in dieser großen Anzahl an Freiwilligen ist es aber gänzlich neu und in der Bundesrepublik Deutschland innerhalb von Kirche und Diakonie einzigartig. Mit dem „Weltwärts“-Programm fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen die Internationalisierung der Freiwilligendienste und die pädagogische Begleitung der Freiwilligen inhaltlich und finanziell. Insgesamt gab es in diesem Jahr 1.330 Bewerbungen für das Betheljahr, davon rund 100 aus dem Ausland.

In Bethel ist man davon überzeugt, dass Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen das Leben in den Einrichtungen bereichern. Deshalb wurden bestehende internationale Beziehungen ausgeweitet und neue aufgebaut, um auch im Ausland junge Freiwillige zu gewinnen. Langfristig soll der Anteil der internationalen Freiwilligen auf 50 Teilnehmer im Betheljahr pro Jahrgang ausgebaut werden, wobei der Schwerpunkt auf Menschen aus Europa liegen soll.


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