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27.04.2015

Bielefelder Intensiv-Tag


Die Referenten (v. l.) Prof. Dr. Uwe Schirmer, Prof. Dr. Thomas Hachenberg, Prof. Dr. Matthias Müllerund Prof. Dr. Achim Jörres mit den Organisatoren und Leitern Dr. Friedhelm Bach und Prof. Dr. Friedrich Mertzlufft. Foto: Paul Schulz

Herausforderungen in der Intensivmedizin

Multiresistente Keime nehmen zu, und neue Antibiotika, die gegen die genveränderten Keime wirken, gibt es nicht. Diese gefährliche Entwicklung war jetzt beim 11. Bielefelder Intensivtag in der Ravensberger Spinnerei ein Thema. Renommierte Mediziner aus verschiedenen Kliniken bundesweit beleuchteten in dem wissenschaftlichen Symposium des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) die „Herausforderungen in der Intensivmedizin“.

Inzwischen greife man auf früher verwendete Antibiotika zurück, berichten die Betheler Mediziner Prof. Dr. Friedrich Mertzlufft und Dr. Friedhelm Bach. Der Chefarzt und der leitende Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall-, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie sind die Organisatoren und wissenschaftlichen Leiter des Bielefelder Intensivtages.

Neue Verfahren können dazu beitragen, die Nebenwirkungen der älteren, hoch toxischen Antibiotika zu verringern. So gibt es inzwischen zum Beispiel bei einer Lungenentzündung die Möglichkeit, Antibiotika durch Inhalieren direkt in die Lunge zu bringen. Mit dieser Methode müssen sie weniger hoch dosiert werden und ihre Wirkung betrifft keine unbeteiligten Organe.

Neben neuen Ansätzen in der Antibiotika-Therapie waren weitere Themen die Zukunft der Beatmung und Therapiestrategien bei akuter Herzinsuffizienz sowie akutem Nierenversagen. An dem wissenschaftlichen Symposium nahmen 118 Intensivmediziner und Anästhesisten aus Bielefeld und Ostwestfalen teil.


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