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13.12.2018

Bundesminister besucht Traumaambulanz in Berlin


Michael Mielke (l.), Geschäftsführer Gemeindepsychiatrischer Verbund und Altenhilfe gGmbH, und Priv.-Doz. Dr. Olaf Schulte-Herbrüggen (r.) nahmen Bundesminister Hubertus Heil in Empfang.

In der Traumaambulanz informierte sich der Bundesminister über die Arbeit vor Ort. Fotos: Marten Siegmann

Einen „ganz wertvollen Einblick“ nannte Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, seinen Besuch in der Traumaambulanz am Zentrum für Psychotherapie der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik (FvBK). Seit Frühjahr 2018 werden in der Einrichtung in Berlin-Wilmersdorf in Kooperation mit dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales Opfer von Gewalttaten psychologisch betreut.

„Das Spektrum reicht von der Rentnerin, der die Handtasche geraubt wurde, bis hin zur jungen Frau, die auf dem Nachhauseweg Opfer einer Vergewaltigung wurde“, erklärte Psychologin Claire Würger auf die Frage des Bundesministers nach typischen Tatbildern. Priv.-Doz. Dr. Olaf Schulte-Herbrüggen, Ärztlicher Direktor der FvBK, wies darauf hin, dass nicht nur die Hintergründe vielfältig seien, sondern auch die Art und Weise, wie Menschen mit den Erlebnissen umgehen. Wichtig für die Therapie sei deshalb die Frage, in wie weit und auf welche Art ein Patient nach einer Tat eingeschränkt sei.

Durch die schnelle Behandlung der Opfer beugt das Team der Traumaambulanz möglichen psychologischen Folgen wie posttraumatischen Belastungsstörungen vor. Auch Personen, die Zeuge von Gewalt wurden, können sich melden. Das Angebot zur Behandlung soll niedrigschwellig und unbürokratisch sein. Dafür arbeitet die Traumaambulanz mit der Polizei und Hilfsorganisationen für Kriminalitätsopfer zusammen. Die Finanzierung der Behandlung regelt das Opferentschädigungsgesetz. Es stellt sicher, dass Opfer von Gewalt Anspruch auf Hilfe für gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen haben.


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