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14.09.2015

Bundesweites Treffen der Gerontopsychiatrischen Tageskliniken


Freuten sich über den regen Austausch: Referent Prof. Dr. Meinolf Peters (l.) und Gastgeber Dr. Ulrich Schmid-Furstoss, therapeutischer Leiter der Gerontopsychiatrie im Ev. Krankenhaus Bielefeld.

Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter von gerontopsychiatrischen Tageskliniken trafen sich in Bielefeld. Fotos: Paul Schulz

Psychotherapie im Alter

„Hochbetagte ticken etwas anders“, führte Prof. Dr. Meinolf Peters in sein Thema– die Besonderheiten der psychotherapeutischen Behandlung Hochaltriger - ein. Der niedergelassene Psychologische Psychotherapeut und Psychoanalytiker und Honorarprofessor der Universität Marburg hielt als ausgewiesener Experte einen Vortrag beim 11. bundesweiten Treffen der Gerontopsychiatrischen Tageskliniken in Bielefeld vom 10. bis 11. September. Gastgeber war in diesem Jahr die Gerontopsychiatrische Tagesklinik des Ev. Krankenhauses Bielefeld. Rund 40 Fachleute nahmen teil.

Im hohen Alter, so Prof. Dr. Peters, zähle das unmittelbare Wohlbefinden im Hier und Jetzt. Die Motive der Jüngeren – sich auf die Zukunft vorbereiten und Wissen aneignen, Karriere machen, auch Angst vor dem Scheitern haben – machten keinen Sinn mehr. Diese veränderte Sichtweise müsse bei den therapeutischen Überlegungen berücksichtigt werden. Hochaltrige Patienten in der Gerontopsychiatrie müssten primär auf dem Weg des Wohlbefindens begleitet werden und nur sekundär auf dem der Auseinandersetzung mit negativen Erfahrungen, wie Krankheit und Verlust.

Die Gerontopsychiatrischen Tageskliniken bieten eine Versorgung der Patienten zwischen ambulanter Therapie und der vollstationären Behandlung in einer Klinik. In der Gerontopsychiatrischen Tagesklinik des Ev. Krankenhauses Bielefeld erhalten die Patienten eine intensive psychiatrische Diagnostik und Therapie. Sie müssen aber nicht auf ihre gewohnte soziale Umgebung verzichten: Den Abend, die Nacht und das Wochenende verbringen sie zuhause.

 


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