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17.12.2018

Claudia Middendorf zu Gast beim Politischen Stammtisch


Claudia Middendorf (2.v.l.), Beauftragte des Landes NRW für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten, nahm sich viel Zeit für die Mitglieder des Politischen Stammtischs Bethel. Foto: Paul Schulz

Wer als Politiker die Probleme der Menschen verstehen möchte, muss auf sie zugehen. Das beherzigt kaum jemand so glaubwürdig wie Claudia Middendorf. Sie ist die Beauftragte des Landes NRW für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten und nahm sich mehr als drei Stunden Zeit, um im Begegnungszentrum in Eckardtsheim Rede und Antwort zu stehen – und um zuzuhören.

Die Mitglieder des Politischen Stammtischs Bethel, die im Juli bereits von Claudia Middendorf mit dem Inklusionspreis 2018 ausgezeichnet worden waren, hatten die CDU-Politikerin eingeladen. Dazu kamen Vertreter aus den Werkstatträten, Angehörigenvertreter, Mitarbeiter und Geschäftsführungen von Bethel.regional und ProWerk.

Die Sorgen und Wünsche der Anwesenden sind vielfältig: Verschlechtern die Folgen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) die Situation der Betroffenen, obwohl es eigentlich Besserung bringen soll? Warum ist kein Taschengeld mehr vorgesehen? Warum wird Klinikpersonal nicht im Umgang mit geistig, körperlich oder psychisch Kranken geschult? Gibt es in Zukunft noch bezahlbaren Wohnraum mit getrenntem Schlaf- und Wohnräumen? Und wer soll das alles bei so viel Bürokratie noch verstehen?

Ruhig und kompetent gab Claudia Middendorf Antwort, wo es Antworten gibt, und versprach glaubwürdig, ihren zuständigen Ministern bei den jeweiligen Problemen auf die Füße zu treten. Sie bat aber auch um Mithilfe: „Schreiben Sie mir lieber zehn statt einen Brief. Je mehr sich für ein Thema stark machen, umso eher entsteht daraus ein politischer Auftrag. Dann kann ich gestalterisch tätig werden.“


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