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29.06.2018

Der Kampf gegen gefährliche Keime


Zur 30. Fortbildung hatten Wilhelm Christiani (l.) und Privatdozent Dr. Christian A. Jantos (r.) die Professoren Dr. Frieder Schaumburg, Universitätsklinikum Münster, und Dr. Mardjan Arvand als Referenten in die Kapelle des Ev. Klinikums Bethel am Standort Johannesstift eingeladen.

Foto: Paul Schulz

30 Jahre Fortbildung „Krankenhaushygiene“

Vor 30 Jahren organisierte Wilhelm Christiani die erste Fortbildung „Krankenhaushygiene“ in den damaligen Krankenanstalten Gilead. Die jährliche Veranstaltung des heutigen Ev. Klinikums Bethel ist die einzige ihrer Art in Bielefeld geblieben.

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus medizinischen Berufen kommen jedes Jahr ins Ev. Klinikum Bethel, um sich über gefährliche Keime und über die Verhütung und Bekämpfung von Infektionen im Krankenhaus zu informieren. Die neuesten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sind dabei ein Schwerpunkt. Als Referenten werden in der Regel Fachleute eingeladen, die an der Entwicklung der verbindlichen Empfehlungen beteiligt sind. In diesem Jahr, am 27. Juni, war es Prof. Dr. Mardjan Arvand, die die Arbeitsgruppe „Krankenhaushygiene“ am Robert-Koch-Institut leitet.

HIV-Infektionen und Hepatitis waren in den 1980er-Jahren die großen Themen, heute sind es die multiresistenten Keime. In der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre beunruhigten „alte neue Seuchen“ die Krankenhaushygieniker, denn in Indien und Kalifornien war die Pest wieder aufgetreten. Das wichtigste Thema in der Krankenhaushygiene sei aber über all die Jahre bis heute die Händedesinfektion geblieben, so Wilhelm Christiani, gelernter Krankenpfleger und weitergebildete Hygienefachkraft.

Die „Krankenhaushygiene“ am Ev. Klinikum Bethel gehört zum Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Hygiene unter der Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. Christian A. Jantos. Vor 30 Jahren war die Chefärztin des damaligen Instituts für Bakteriologie und Serologie, Dr. Hannelore Puppel, für sie zuständig. Dass sie die Fortbildung gemeinsam mit Wilhelm Christiani auf den Weg brachte, widersprach dem allgemeinen Trend: Die Krankenhaushygiene war in den 1980er-Jahren noch kein Thema. Aber Dr. Puppel und ihr Vorgänger Prof. Dr. Siegfried Heinrich, Experten der Mikrobiologie, wussten, wie wichtig der Schutz vor Keimen im Krankenhaus ist und setzten sich darum für Aufklärung ein.

Das Bewusstsein für Hygiene habe deutlich zugenommen, und die Ansprüche an die Krankenhaushygiene seien enorm gestiegen, zieht Wilhelm Christiani mit Blick auf die vergangenen 30 Jahre Bilanz. Für Chefarzt Dr. Jantos steht fest, dass die Fortbildung auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren wird: „Die Bakterien bleiben, damit wird auch das Thema ‚Krankenhaushygiene‘ bleiben!“

 

 

 


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