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07.10.2016

„Diese Erkrankung ist zu wenig im Fokus“


Für einen offenen Umgang mit Epilepsie warben (v. r.) Prof. Dr. Martin Holtkamp (r.), Dr. Axel Panzer vom DRK-Klinikum Westend in Berlin, Prof. Dr. Bernhard Steinhoff vom Epilepsiezentrum Kork und Dr. Frank Bösebeck vom Epilepsiezentrum am AGAPLESION Diakonieklinikum Rotenburg/Wümme.

SPD-Generalsekretärin Dr. Katarina Barley konnte als Schirmherrin des Tages der Epilepsie gewonnen werden. Fotos: Reinhard Elbracht

Eine Epilepsie sei für viele Menschen in Deutschland schwer zu begreifen, sagte die SPD-Generalsekretärin Dr. Katarina Barley beim 20. Tag der Epilepsie, der am Mittwoch (5. Oktober 2016) im Rathaus Charlottenburg in Berlin stattfand. Dabei beeinflusse diese Erkrankung nahezu jeden Teil des Lebens, auch wenn Betroffene längere Zeit keine Anfälle hätten.

Die Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin der Veranstaltung betonte daher die Bedeutung des Tages der Epilepsie, den die Deutsche Epilepsievereinigung gemeinsam mit dem Landesverband Epilepsie Berlin-Brandenburg und dem Betheler Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg unter dem Titel „Epilepsie braucht Offenheit“ durchführte. „Wir brauchen ihre Aufklärungsarbeit, denn das ist die Voraussetzung für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft“, so Dr. Katarina Barley vor rund 130 Teilnehmern. Die Erkrankung ist zu wenig im Fokus der Politik, kritisierte sie. Dabei seien auch immer mehr ältere Menschen betroffen. Die Versorgung müsse entsprechend angepasst werden.

Die steigende Zahl älterer Menschen mit Epilepsie erklärte der Chefarzt des Epilepsie-Zentrums Berlin Brandenburg, Prof. Dr. Martin Holtkamp. Ab etwa dem 60. Lebensjahr steige das Risiko, eine Epilepsie zu entwickeln, noch einmal an. Altersbedingte Epilepsien seien insgesamt aber leichter behandelbar, so seine Erfahrung.

 

 


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