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07.01.2019

Digitale Transformation in der Gesellschaft


Tobias Marczinzik stellte die Arbeit des Betheler PIKSL-Labors in Düsseldorf vor.

Virtual-Reality-Brillen sind in Betheler Einrichtungen in Dortmund bereits im Einsatz, um künftigen Klienten auf einem virtuellen Rundgang das Kennenlernen einer Einrichtung zu ermöglichen. Fotos: Reinhard Elbracht.

Zentrale Fragen zu den Themen Digitalisierung, Innovation und Teilhabe diskutierten Ende November Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Dortmunder Teilhabe-Tags. Das Fachforum, eine Kooperation zwischen der TU Dortmund und Bethel.regional, hat sich zu einer festen Instanz entwickelt, um neue Impulse zur Teilhabe und Inklusion aus Theorie und Praxis auszutauschen.

Die digitale Gesellschaft zeichne sich durch eine fortschreitende Verlagerung gesellschaftlicher Systeme in digitale Medien aus. Daraus, so Dr. Christoph Kaletka von der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund, ergäben sich neue Exklusionsrisiken. „Voraussetzung für digitale Inklusion und Teilhabe ist es, zu einer aktiven Auseinandersetzung zu befähigen und anzuregen“, so der Experte. Vielen Nutzern fehle die Kompetenz für den neuen „gesellschaftlichen Raum“. Hier knüpft die Arbeit der Betheler PIKSL-Labore an. „Wir wollen digitale Barrieren abbauen und allen Menschen den Zugang zu den nötigen Ressourcen ermöglichen“, erklärte Tobias Marczinzik, Leiter des PIKSL-Labors in Düsseldorf. Der niedrigschwellige Zugang zu Computern, Smartphones und Tablets in moderierter Atmosphäre ermögliche es Menschen mit und ohne Behinderungen, Medienkompetenz zu erwerben und an andere weiterzugeben.

Auch die Digitalisierung in der Pflege war ein Thema bei dem Forum in Dortmund. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhoffen sich von ihr Vorteile für den stationären Bereich. Die Prozesse der Pflegedokumentation könnten vereinfacht und beschleunigt werden, Assistenz-systeme seien eine mögliche Unterstützung für Pflegende und Klienten. Eine Herausforderung sei es, dass sich viele Mitarbeitende nicht kompetent genug fühlten, die Technik zu bedienen, oder befürchteten, von den Systemen ersetzt zu werden. Die Experten sehen hier den Bedarf an Fort- und Weiterbildungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen.


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