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06.02.2019

Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe


Über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Zeitalter der Digitalisierung sprach Dr. Klaus Graf von der Bonner Initiative „Stadtgrenzenlos“.

Bethel-Vorstand Professor Dr. Ingmar Steinhart.

Fotos: Paul Schulz und Christian Weische

WhatsApp auf dem Smartphone, Fortnite auf dem Computer und die Instagram-Likes im Kopf – die Digitalisierung hat die Welt junger Menschen durchdrungen. Wer jünger ist, ist neuen Entwicklungen in der Regel aufgeschlossener – aber mitunter auch argloser. Doch wie Verhält es sich bei den Kindern und Jugendlichen, die von Bethel unterstützt werden? Über Chancen und Risiken der digitalen Transformation diskutierten Ende Januar interne und externe Experten in der Neuen Schmiede.

Der Fachausschuss Kinder- und Jugendhilfe hatte zu der Impulsveranstaltung „Not just a Game“ eingeladen. Dabei ging es beispielsweise um Bildungschancen in der Erziehungshilfe, die „Gaming Disorder“ bei jungen Menschen und mehr oder weniger kompetentes Verhalten im Umgang mit den eigenen Daten. Bei der Tagung kam erstmals ein neues Format zum Einsatz. Nach einem kurzen Einführungsvortrag wurden an verschiedenen Stationen wiederholt 15-minütige Kurzvorträge und „Speed-Workshops“ angeboten, die jeweils ein spezielles Thema beleuchteten.

„Digitale Teilhabe ist mehr als ein Computerspiel“, betonte Bethel-Vorstand Professor Dr. Ingmar Steinhart in seinem Grußwort. „Jugendliche müssen die vielen Portale bedienen können – etwa, wenn sie eine Bewerbung einreichen wollen.“ Und deshalb sei die Herausforderung für Jugendhilfe-Mitarbeitende auch mehr als die Diskussion um Hardware. Natürlich gebe es ohne Smartphone, Konsole und vor allem W-Lan keine digitale Partizipation, aber es gehöre mehr dazu: „Unsere Mitarbeitenden brauchen selbst die entsprechenden Kompetenzen, um das Wissen an junge Menschen mit Behinderungen weiterzugeben.“


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