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05.09.2014

Engagement für die Organspende


Auszeichnung des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (v.l.): Dr. Ulrike Wirges, Dr. Thomas Krössin, Bettina Halstrick, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Günter Garbrecht. Foto: DSO/Berthold Rühl

Chefarzt Prof. Dr. Fritz Mertzlufft. Foto: Freitag

Ministerpräsidentin Kraft zeichnet EvKB aus

Das Ev. Krankenhaus Bielefeld wurde als eines von drei Krankenhäusern durch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geehrt, weil sich Ärzte und Pflegende hier in vorbildlicher Weise für die Organspende eingesetzt haben. Bereits zum vierten Mal erhält das EvKB diese Auszeichnung.

„Organspende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den geehrten Krankenhäusern kann nicht genug gedankt werden für ihr Engagement. Ihnen allen gilt meine höchste Anerkennung“, so die Ministerpräsidentin.

Das EvKB wurde heute zum vierten Mal für besonderes Engagement für Organspende ausgezeichnet. 16 Organe konnten im Jahr 2013 entnommen werden. „Die Entnahme läuft gemäß den Vorgaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation ab, der bundesweiten Koordinierungsstelle für Organspende. So haben wir zum Beispiel speziell ausgebildete Transplantationsbeauftragte. Allerdings gehen einige unserer Vorgaben über die der DSO hinaus: So lassen wir den Hirntod von drei unabhängigen Ärzten testieren. Außerdem legt das Team neben den medizinischen Qualitätskriterien ein besonderes Augenmerk auf die Betreuung der Angehörigen des Spenders“, erklärt Prof. Dr. Fritz Mertzlufft. Er ist Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie im EvKB, die in Notfällen, während Operationen oder auf der Intensivstation das Überleben der Patienten ermöglicht. Im Jahr 2001 initiierte er das Engagement des Krankenhauses in der Organentnahme. Unterstützt wird er dabei durch die Geschäftsführung des EvKB und den Vorstand des diakonischen Trägers, den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

„Rund dreimal so viele Menschen warten auf eine Transplantation wie Organe vermittelt werden können“, sagt Ministerpräsidentin Kraft. „Es muss uns wie in anderen europäischen Ländern gelingen, die Zahl von Organspenderinnen und Organspendern zu erhöhen. Deshalb gilt es, bei diesem Thema Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür braucht es Transparenz über Verfahren und Abläufe und die Unterstützung engagierter Partnerinnen und Partner vor Ort. Ich habe auch einen Organspendeausweis und würde mir wünschen, dass mehr Menschen auch Ja sagen zur Organspende.“

Gemeinsam mit Dr. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin der DSO überreichte sie die Auszeichnung. „Zum neunten Mal zeichnen wir heute Krankenhäuser aus, die sich gemeinsam mit uns stetig für die Organspende einsetzen. Sie erkennen somit die Not der Patientinnen und Patienten, die auf eine Transplantation angewiesen sind“, betonte Dr. med. Ulrike Wirges. „Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern, deren Einsatz Mut und Hoffnung schenkt.“ „Unser Dank gilt auch allen Organspendern und deren Familien“, sagte Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO.


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