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13.09.2019

Epilepsie-Symposium in Bethel


Prof. Dr. Martin Holtkamp (l.), Stiftungsprofessorin Kirsten Labudda und Prof. Dr. Christian Bien in der Neuen Schmiede. Foto: Paul Schulz.

Der Zusammenhang zwischen Epilepsie und Psychologie stand jetzt im Fokus des 4. Internationalen Epilepsie-Symposiums in Bielefeld-Bethel. 130 Epilepsie-Experten nahmen an der zweitägigen Veranstaltung in der Neuen Schmiede teil. Die Referenten kamen unter anderem aus New York, Madrid, Modena und Sheffield. Partnerland des Symposiums waren die USA. Prof. Dr. Christian Bien, Chefarzt des Epilepsie-Zentrums Bethel und Prof. Dr. Martin Holtkamp, Chefarzt des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg, hatten den Vorsitz.

Aus New York war die Neurologin und Epileptologin Prof. Dr. Jacqueline French angereist. Sie informierte über Forschungsmethoden, mit denen die Wirksamkeit von Medikamenten ermittelt werden kann. Viel Beachtung bei dem Symposium fanden auch Phänomene wie Erinnerungsschwierigkeiten und Studien zu psychischen Komorbiditäten bei anfallskranken Menschen.

An einer Epilepsie zu erkranken ist äußerst belastend und führt bei den Betroffenen nicht selten zu psychischen Erkrankungen. Kirsten Labudda von der Universität Bielefeld hat Risikofaktoren erforscht, die eine psychische Erkrankung von Epilepsie-Patienten begünstigen. Ihre Stiftungsprofessur für Epilepsieforschung wird von den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel finanziert.

Neue Studien legen den Verdacht nahe, dass psychische Erkrankungen umgekehrt auch Epilepsien begünstigen können. Entsprechende Beobachtungen werden von dem deutschen Neurologen Prof. Dr. Markus Reuber von der Universität Sheffield in England wissenschaftlich bearbeitet. Aktuelle Erkenntnisse hat er auf dem Symposium vorgestellt.


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