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26.02.2018

Ergotherapie-Tagung in der Psychiatrie


Von links: Prof. Dr. Martin Driessen und Rainer Schmitt aus dem EvKB, Luisa Brings, Kerstin Ziehn und Angela Döring - alle Fachausschuss Psychiatrie des DVE – sowie Susanne Gruber und Lena Feldhaus, beide Landesgruppe NRW des DVE.

Dorothea Jäckel (l.) und Thurid Rothländer.

Bei der Podiumsdiskussion meldete sich auch Vera Bierwirth zu Wort. Fotos: Elbracht

Seidentücher bemalen war gestern

Mandalas malen, Weben, Töpfern: Die Mittel, derer sich Ergotherapeuten bedienen, werden oftmals ausschließlich im handwerklichen Bereich verortet – auch von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Berufsbildern. Das Ergotherapie heute weit mehr ist als das betreute Einfärben von Seidentüchern, wurde am Samstag, 24. Februar, auf einer Tagung in der Klinik Gilead IV deutlich.

Unter dem Titel „Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ wurde die siebte Frühjahrstagung für Psychiatrie des Deutschen Verbands der Ergotherapeuten e.V. in diesem Jahr erstmals in Bethel ausgerichtet. In der Organisation des überregionalen Treffens kooperierten die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Ev. Klinikum Bethel (EvKB) und der Fachausschuss Psychiatrie des DVE. „Die Ergotherapie hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt“, betonte Rainer Schmitt, Leiter der Ergotherapie im EvKB und Mit-Veranstalter. „Neben den traditionellen Methoden, die auch heute noch durchaus ihre Berechtigung haben, spielt die Förderung der individuellen Alltagskompetenz eine bedeutende Rolle.“

„Empowerment als neues Paradigma in der psychiatrischen Ergotherapie“ lautete dementsprechend das Leitthema eines Beitrags, mit dem Dorothea Jäckel und Thurid Rothländer als Referentinnen in die Veranstaltung einführten. Es folgte eine intensive und lebhafte Podiumsdiskussion. Nicht nur Experten aus verschiedenen ergotherapeutischen Arbeitsfeldern meldeten sich zu Wort, sondern mit Vera Bierwirth berichtete auch eine psychiatrie-erfahrene Bielefelderin: „Auch, wenn ich wahrscheinlich eingeladen wurde, um etwas Kritisches zu sagen, muss ich gestehen: Mir hat die Ergotherapie immer sehr geholfen“, merkt sie augenzwinkernd an. Wichtig sei, die „Betroffenenperspektive“ aufzugreifen.


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