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26.08.2019

Erster Lobetaler Empfang


Fotos: Wolfgang Kern

Am 22. August feierten 150 Gäste den ersten Lobetaler Empfang. Robustes Schuhwerk war gefragt, denn der Weg führte übers Feld zu einem leerstehenden Gewächshaus der Barnimer Baumschulen Biesenthal. Geschäftsführer Martin Wulff lud ein „über das Leben nachzudenken und gemeinsam zu überlegen, wie wir die Welt ein bisschen besser machen können.“ Britta Stark, Präsidentin des Brandenburger Landtags, nahm diesen Gedanken in ihrem Grußwort auf. „Sie alle arbeiten an einem hoffnungsvollen Zukunftsprojekt: einer menschenfreundlichen Gemeinschaft, in der alle als freie und gleiche zusammenarbeiten und zusammenleben." So sei Lobetal ein Ort für Begegnung und Beziehung, mit Platz für alle Erfahrungen des Lebens, ein heilsamer, befreiender, gemeinsam gestalteter Lebensraum, in denen Menschen Hoffnung schöpfen, Sprache finden, Gemeinschaft erleben und vielleicht auch Gott erfahren können. Es sei ein Ort für ein "Fest für alle Menschen".

Susanna Karawanskij, Brandenburgs Sozialministerin, ist überzeugt, dass in der Baumschule Biesenthal weit mehr veredelt werde als Gehölze und Sträucher: „Sie veredeln auch das Denken und die Einstellungen vieler, die Ihnen begegnen." Sogar die Produkte würden den Lobetaler Geist in sich tragen. Sie kenne das Rezept des Joghurts, sagte Susanna Karawanskij: "Ich denke, die geheime Zutat heißt "Menschlichkeit"". Außerdem stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hoffnungstaler Werkstätten ihre Arbeit vor. Zierpflanzenbau, Baumschulen, Dienstleistungen, Sachspenden und die Bio-Molkerei: Insgesamt arbeiten rund 900 Beschäftigte an acht Standorten. "Wir sind da für Menschen mit Behinderung, Unser Ziel ist Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen", brachte der Geschäftsführer der Werkstätten, Ludwig Pagel, die Aufgabe der Werkstätte auf den Punkt.

An Pastor Pohl war es, das gemeinsam Abendessen mit einem Tischlied zu eröffnen, so wie es sich in Lobetal gehört: "Danket, danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich." Ganz bestimmt wurde es in diesem Gewächshaus zum ersten Mal gesungen. Aber ganz bestimmt nicht zum letzten Mal.


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