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02.10.2013

Erstes integratives Golfturnier in Bielefeld


Welchen Schläger nehmen wir jetzt? – die 14-jährige Birgit Specht (l-) und ihre 24-jährige Team-Kollegin Charlotte Beckmann beraten sich.

Die 14-jährige Birgit Specht (l.) und ihre 24-jährige Team-Kollegin Charlotte Beckmann sind erfolgreich bei den Geschicklichkeitsdisziplinen.

Tolles Wetter, tolle Stimmung - auf dem Golfplatz werden integrative Verbindungen geknüpft. Fotos: Reinhard Elbracht

Gemeinsam auf dem „Green"

Das Wetter war optimal, und die Stimmung unter den 30 Jugendlichen auch. Auf dem 18-Loch-Platz des Bielefelder Golfclubs nahmen sie Ende September an einem integrativen Wettbewerb teil. 15 Klubmitglieder bildeten Teams mit 15 Jugendlichen vom Golfstützpunkt NRW. Das ist ein Angebot für Leistungsträger mit geistiger Behinderung, die nach den Regeln der Special Olympics für nationale und internationale Wettkämpfe trainiert werden.

Das integrative Jugendturnier fand zum ersten Mal in Bielefeld statt. Der Wettbewerb wurde im „Zweier-Flight“ durchgeführt. Ein Spieler mit und einer ohne Behinderung bildeten ein Team und spielten gemeinsam von Loch zu Loch. „Die Teilnehmer im Alter von 14 bis 25 Jahren kannten sich vorher nicht. Es war großartig mitzuerleben, wie unbefangen sie aufeinander zugingen und sich austauschten“, freut sich Karl-Hermann Bunte. Er ist Konrektor der Mamre-Patmos-Schule und hat 2001 den Golfsport in die Schule und die Sportlerinnen und Sportler in den Bielefelder Golfclub gebracht.

Die Zusammenarbeit zwischen der Mamre-Patmos-Schule in Bethel und dem Golfclub in Hoberge gestaltete sich über die Jahre so erfolgreich, dass die Idee von einem Golfstützpunkt aufkam. Vor drei Jahren begann das besondere Training auf dem Gelände des Bielefelder Golfclubs mit finanzieller Unterstützung der Firma Hörmann aus Steinhagen. Die meisten Talente des Stützpunkts sind Schülerinnen und Schüler sowie Ehemalige der Mamre-Patmos-Schule.

„Golf ist ein Individualsport. Man ist mit sich selbst beschäftigt. Konzentration und Entspannung wechseln sich in kurzen Phasen ab“, erläutert Klaus-Hermann Bunte. Golf sei deshalb ideal für Menschen mit einer geistigen Behinderung, weil sie sich meist nicht für so lange Zeit konzentrieren könnten. „Die Sportler sind viel an der frischen Luft. Wer über neun Löcher spielt, wie beim integrativen Turnier, ist über zwei Stunden unterwegs. Das ist gut für Herz und Kreislauf“, so Klaus-Hermann Bunte.

Der Wettbewerb gilt als Generalprobe für ein bundesweites Turnier der Special Olympics. Die Premiere ist geglückt, darüber sind sich die Veranstalter und Teilnehmer einig. Jetzt freuen sie sich auf die Neuauflage. Im nächsten Jahr treffen sich anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Bielefeld junge Golftalente aus ganz Deutschland im Bielefelder Golfclub.


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