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20.05.2010

Europäische Epilepsie-Spezialisten in Bethel


Dr. Tilman Polster (3.v.l.) hatte seine internationalen Kolleginnen und Kollegen ins Epilespie - Zentrum Bethel eingeladen. Foto: Bethel

Weniger Medikamente nach Operationen erforderlich

Mediziner aus Frankreich, Italien, Österreich, den Niederlanden und Deutschland trafen sich jetzt im Epilepsie - Zentrum Bethel. Auf Einladung von Dr. Tilman Polster, Leitender Kinderneurologe am Epilepsie - Zentrum Bethel, fand die Konferenz der „European Taskforce on Epilepsy Surgery in Childhood“ in Bethel statt. Die Spezialisten verschiedener europäischer Zentren für die epilepsiechirurgische Behandlung bei Kindern werteten unter anderem eine große internationale Studie, an der das Epilepsie - Zentrum Bethel beteiligt ist, aus. Bei der Untersuchung geht es um die Frage, wie lange ein Kind nach dem epilepsiechirurgischen Eingriff noch weiter mit Medikamenten behandelt werden muss. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die modernen Operationsverfahren eine deutlich kürzere Medikamentengabe als bisher ermöglichen.

Die „European Taskforce“ besteht aus Kinderneurologen, Neurochirurgen und Ärzten für neurophysiologische Diagnostik; sie trifft sich halbjährlich zum Austausch auf internationaler Ebene. Beim Treffen in Bethel wurden auch mehrere Fallbesprechungen durchgeführt und schwierige Behandlungsentscheidungen aus den beteiligten Zentren diskutiert. Daneben informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung über das Epilepsie-Zentrum Bethel und die dazugehörende Kinder-Epilepsieklinik Kidron. In Bethel werden jährlich rund 2000 Kinder und Jugendliche mit Epilepsie diagnostiziert und therapiert. Das nächste Treffen der „European Taskforce on Epilepsy Surgery in Childhood“ findet im Dezember am Universitätsklinikum Wien statt.


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