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30.01.2020

EvKB-Jahresempfang 2020


Zufriedene Gesichter beim Jahresempfang 2020 in der Neuen Schmiede: Pastor Ulrich Pohl, Dr. Henning Beck, Dr. Matthias Ernst, Dr. Maren Thäter, Dr. Rainer Norden (v.l.n.r.).

Dr. Henning Beck zeigte, wie unterhaltsam Wissenschaft sein kann.

Der Auftakt zum Jahresempfang begann mit der Segnung der neuen leitenden Mitarbeitenden in der Zionskirche. Die Predigt hielt Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Fotos: Mario Haase

Das Gehirn, ein Wohlfühlort für Ideen

Wenn es nach Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck geht, wird das Gehirn weiterhin die Künstliche Intelligenz überflügeln. Warum? Das erklärte der Autor zahlreicher Bücher beim diesjährigen Jahresempfang des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) und des Krankenhauses Mara, der erstmals in der Neuen Schmiede stattfand.


Der Titel des Festvortrags von Dr. Henning Beck „Gehirn versus Künstliche Intelligenz – analoges Denken in der digitalen Welt“ machte bereits im Vorfeld auf das Ergebnis neugierig. Und nach dem Vortrag war klar: Der Sieger ist das Gehirn, obwohl es laut Beck ziemlich faul ist, mies rechnet und obendrein noch eitel ist. „Doch es ist im Vergleich zu Künstlicher Intelligenz ein Ort für neue Ideen und Gefühle“, so Henning Beck, der in seinem kurzweiligen Vortrag mit Überraschungseffekten deutlich machte: „Das Gehirn ist Weltmeister im Abschweifen und aus dem Wechselspiel zwischen Konzentration und Entspannung entwickeln sich Ideen – und das kann KI nicht.“ 300 Gäste, die zum Jahresempfang gekommen waren, amüsierten sich bestens bei Wissenschaft im Unterhaltungspaket.


„Sie haben ein fantastisches Plädoyer für Mut zum Denken und den Reiz neuer Ideen gehalten“, dankte Dr. Matthias Ernst, Geschäftsführer des EvKB und Vorsitzender Geschäftsführer des Krankenhauses Mara, dem diesjährigen Festredner. Digitalisierung müsse die Sektoren vernetzen, Forschung vorantreiben, Diagnosen präzisieren und Heilungsprozesse beschleunigen. „KI unterstützt, aber Medizin und Pflege bleiben geprägt durch zwischenmenschliche Faktoren“, so Ernst weiter.


„Das heißt: Ohne den Faktor Mensch kann jedes Krankenhaus schließen“, betonte auch Dr. Maren Thäter, Vorsitzende Geschäftsführerin des EvKB und Geschäftsführerin des Krankenhauses Mara, in ihren Grußworten. Sie sprach damit den Fachkräftemangel an, der zu den großen Herausforderungen gehört. Das EvKB ergreift Maßnahmen dagegen indem beispielsweise neue Ausbildungsplätze angeboten werden. Mittlerweile sind es 700 Ausbildungsplätze in unterschiedlichen Gesundheitsberufen.
Die Attraktivität in der Region und im EvKB zu arbeiten, wird auch durch eine zukünftige Medizinfakultät erhöht. „Deshalb war die Unterschrift des Kooperationsvertrags zur Bildung des Universitätsklinikums OWL mit der Universität Bielefeld im vergangenen Juli für uns ein bedeutender Meilenstein“, unterstrich Dr. Rainer Norden, Aufsichtsratsvorsitzender des EvKB, in seinen Grußworten. Er ist im Bethel-Vorstand verantwortlich für die Weiterentwicklung der Hochschulmedizin und zeigte sich angetan von dem Input der Mitarbeitenden zum Thema Medizinische Fakultät. 

Der Jahresempfang des EvKB und des Krankenhauses Mara begann traditionell in der Zionskirche mit der Segnung der neuen leitenden Mitarbeitenden und wurde erstmals in diesem Jahr in der Neuen Schmiede fortgesetzt.

Die Betheler Krankenhäuser in Bielefeld (EvKB und Krankenhaus Mara) haben in den vergangenen Jahren ihren Umsatz stetig erhöht (2016: 315 Millionen Euro, 2017: 337 Millionen Euro, 2018: 347 Millionen Euro). Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Umsatz von 369 Millionen Euro erwartet.


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