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08.05.2014

EvKB-Kampagne gegen den Schlaganfall


Axel Schulz (l.) und Prof. Wolf-Rüdiger Schäbitz warnten davor, bei einem Schlaganfall Zeit zu verlieren.

Rund 200 Menschen besuchten das Klinikforum des EvKB. Foto: Paul Schulz

Den Boxer trifft der Schlag

Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr rund 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Und der ehemalige Profiboxer Axel Schulz gehört dazu. Das verriet der 45-Jährige gestern beim Klinikforum des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe in der Bielefelder Hechelei. Vor rund 200 Besucherinnen und Besuchern berichtete der ehemalige Leistungssportler, welche Symptome vor acht Jahren bei ihm aufgetreten sind und was er in dem Moment alles falsch gemacht hat. „Erst habe ich einen Freund angerufen. Der hat mich zum Arzt gefahren. Erst dann wurde ich ins Krankenhaus überwiesen“, so der Botschafter für die Schlaganfallstiftung. Die einzig richtige Reaktion auf die Symptome wäre aber gewesen, sofort die 112 anzurufen.

„Zeit ist Hirn“, mahnte auch Prof. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Ev. Krankenhaus Bielefeld. Er stellte einen Schnelltest vor, mit dem selbst Laien mit ziemlicher Sicherheit bestimmen können, ob ein Schlaganfall vorliegt. Der FAST-Test - Face, Arm, Speech, Time oder Gesicht, Arm, Sprache, Zeit - sei eine einfache Methode. „Bitten Sie den Betroffenen zu lächeln. Beim Schlaganfall verzieht sich das Gesicht. Bitten Sie beide Arme nach vorne zu strecken mit den Handflächen nach oben. Ein Schlaganfallpatient schafft das nicht. Wenn auch noch die Sprache verwaschen ist, steht fest – das ist ein Schlaganfall. Dann ist keine Zeit mehr zu verlieren“, so der Neurologe.

Die Veranstaltung „Schlaganfall. Ist ein unbeschwertes Leben danach noch möglich“ war Teil der Aufklärungskampagne zum bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai. An dem Samstag beantworten Ärzte vom EvKB auf dem Jahnplatz in Bielefeld von 11 bis 16 Uhr Fragen zur Vorbeugung, Behandlung und zu den Therapiemöglichkeiten. Besucherinnen und Besucher können ihr persönliches Schlaganfallrisiko bestimmen und ein Halsschlagader-Screening durchführen lassen.


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