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04.06.2014

Fachtag in Lobetal: Pflege und Eingliederungshilfe im ländlichen Raum


Experten diskutierten über Inklusionsfragen: (v.l.) Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste, Eugen Meckel von der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bethel-Vorstand Pastor Johannes Feldmann, Michael Ranft vom Landesministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Jürgen Dusel, Behindertenbeauftragter des Landes Brandenburg, Gernot Kiefer aus dem Vorstand des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Arvid Schaub, Bereichsleiter in der Lobetaler Eingliederungshilfe und Moderatorin Dr. Katrin Grüber vom Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft.

Fotos: Robert Burg

Zu den großen gesellschaftlichen Aufgaben zählt die Inklusion von Menschen mit Behinderung oder mit altersbedingten Unterstützungsbedarfen. Der ländliche Raum stellt diese Bemühungen vor besondere Herausforderungen. Hier herrschen oftmals deutlich andere Bedingungen als in einem urbanen Umfeld.

Mit diesem Thema befasste sich ein Fachtag, zu dem die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal am 2. Juni gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eingeladen hatte. An dem Treffen in Lobetal nahmen 140 Fachleute der Eingliederungshilfe und Altenhilfe aus Berlin und Brandenburg teil.

Der Abteilungsleiter im Potsdamer Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Michael Ranft, betonte, dass das Land Brandenburg bestrebt sei, Selbsthilfestrukturen stärker zu fördern und die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Sozialraumplanung voranzutreiben. Die Hilfe müsse sich an den individuellen Bedarfen des einzelnen Menschen orientieren, betonten mehrere Referenten. Damit verbunden sei eine „Entspezialisierung“ in ländlichen Regionen, so dass Unterstützungsleistungen nicht mehr getrennt erbracht, sondern kombiniert werden können. Der Behindertenbeauftragte des Landes Brandenburg, Jürgen Dusel, nahm die Kommunen in die Pflicht und betonte die Notwendigkeit lokaler Konzepte, um das Lebensumfeld barrierefrei zu entwickeln.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass eine neue Kultur gegenseitigen Beistands benötigt wird. Dies sei eine Aufgabe, die erfolgreich im Zusammenwirken von Politik, Sozialleistungsträgern, professionellen Hilfeanbietern, Kommunen, Familien und nachbarschaftlicher Hilfe gelöst werden kann.


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