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09.03.2018

Fachtag Perspektive Personal


Sprachen über neue Impulse in der Personalarbeit: (v.l.) Christine Rieffel-Braune, Heike Henke, Leitung Strategisches Personal- und Bildungsarbeit, die Referenten Jan Foelsing, Stefan Scheller, Birgit Gebhardt sowie MaximNoise und Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, Bethel-Vorstand.

Mitarbeitende aus vielen Bethel-Regionen folgten den Vorträgen.

Birgit Gebhardt gab einen Überblick über gesellschaftliche Veränderungen. Fotos: Paul Schulz

Neue Impulse und Anregungen

Um Zukunftsperspektiven ging es jetzt bei der Fachtagung „Perspektive Personal“ in Bielefeld-Bethel. Zweimal im Jahr lädt die Stabsstelle Strategische Personal- und Bildungsarbeit im Auftrag vom Bethel-Vorstand Christine Rieffel-Braune Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Betheler Personalbereichen deutschlandweit ein. Impulse und Anregungen rund um die Themen Personalmarketing, Recruiting und Vernetzung gaben Experten aus der Branche.

„Mit fast 20.000 Mitarbeitern ist Bethel ein Riesen-Netzwerk mit viel Potenzial“, betonte MaximNoise, der durch Youtube mit seiner Musik bekannt geworden ist. Soziale Netzwerke würden gerade in der Personalgewinnung große Chancen bieten, meinte er. „Finden und Gefunden werden“ – so funktioniere Personalmarketing heute. Deshalb war sein Tipp an die Betheler Personaler, auch in den sozialen Netzwerken sichtbar zu werden.

Das bestätigte auch Personalmanager und Blogger Stefan Scheller in seinem Vortrag zu moderner Personalbeschaffung. „Durch Sichtbarkeit können Unternehmen, Resonanz erzeugen“, erklärte er. Ganz nach dem Prinzip „Sehen und gesehen werden“. Business-Netzwerke wie Xing oder Linkedin böten sich dafür an. Unterschiedliche Zeiten – unterschiedliche Sichtbarkeiten: „Früher war Bethel durch die Häubchen der Diakonissen in ganz Bielefeld sichtbar“, erinnerte sich Christine Rieffel-Braune.

Eine wichtige Regel, die Recruiter in den sozialen Medien beachten müssen, sei, dass die Kommunikation zum Unternehmen passe, riet Stefan Scheller. Problematisch werde es, wenn Personaler Dienste wie Snapchat nutzen wollen, sie aber nicht beherrschen. Besser wäre es dann, Auszubildende fürs Recruiting zu gewinnen, da sie soziale Medien viel natürlicher nutzen würden. Der Experte empfahl die Kommunikation dem Medium anzupassen und mit Interessierten auf Augenhöhe zu sprechen. Gerade in sozialen Nezwerken sei nicht immer die förmliche Anrede notwendig.

„Jeder kann über jeden Arbeitgeber im Netz sprechen“, sagte Stefan Scheller. Er wies auf Online-Bewertungsplattformen hin, die in der Trefferliste bei Google oft sehr weit oben stünden. Man müsse zwar nicht auf alles eingehen, aber in vielen Fällen sei es doch ratsam, Stellung zu nehmen und Rückmeldungen zu geben.

Auch die gesellschaftlichen Veränderungen waren Thema der Fachtagung. „Wir bewegen uns langsam weg von der Gleichförmigkeit und Masse hin zu Besonderheiten und Einzelkompetenzen“, so Trendforscherin Birgit Gebhardt. Während in der Industrialisierung Normen und Standards wichtig waren, rückten heute immer mehr individuelle Fähigkeiten in den Vordergrund. Und genau so könne in Zukunft auch Inklusion gelingen, betonte die Referentin. Mit den Auswirkungen dieses Wandels auf Organisationen beschäftigte sich Framework-Designer Jan Foelsing.  „Wenn die Gesellschaft sich verändert, sollte sich auch die Lern- und Arbeitswelt verändern“, so der Experte. Netzwerke, Kollaborationen und Community lösten alte hierarchische Muster und klassische Lernformen ab.


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