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08.05.2012

Fachtagung zum Thema Epilepsie und Angst


Psychotherapie für Menschen mit Epilepsie

Menschen mit Epilepsien leiden doppelt so oft unter Angststörungen wie Menschen, die keine epileptischen Anfälle haben. Das beweisen internationale Studien. Dabei steht nicht die Furcht vor den Anfällen, vor Kontrollverlust und Verletzungen im Fokus, sondern Angst und Depression als Begleiterkrankung von Epilepsien. In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Ratten mit Epilepsie erhöhte Cortisolwerte im Blut aufweisen. Das ist ein Hinweis auf Stress und Depressionen. Diskutiert wird nun, ob Angst und Depressionen nicht sogar die Auslöser von epileptischen Anfällen sein können.

Bei der Tagung der Arbeitsgemeinschaft psychosomatischer Epileptologien in der Klinik Mara im Epilepsie-Zentrum Bielefeld wurde darauf hingewiesen, dass es ein Umdenken in der Epileptologie geben müsse. Denn Epilepsie sei keine rein somatische, sondern auch eine psychosomatische Erkrankung, die sich unter anderem psychotherapeutisch erfolgreich behandeln lasse.


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