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21.12.2011

Flagge zeigen gegen Neonazi-Aufmarsch in Bielefeld


Pastor Pohl: „Dürfen uns nicht einschüchtern lassen“

Deutliche Worte zum geplanten Neonazi-Aufmarsch an Heiligabend in Bielefeld fand Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl in einem Interview mit der Bielefelder Tageszeitung „Neue Westfälische“: „Wir dürfen uns von Neonazis nicht einschüchtern lassen“, forderte der Theologe.

Mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse verwies Pastor Pohl auf die Geschichte Bethels. Im Nationalsozialismus hatte der damalige Anstaltsleiter Fritz von Bodelschwingh die staatlich geforderte Kategorisierung von Menschen mit Behinderung verweigert – und diese damit wahrscheinlich vor der Ermordung bewahrt. Auch heute sei es für Bethel eine „Verpflichtung, überall dort die Stimme zu erheben, wo man Minderheiten in die Ecke drängt und wo der Wert menschlichen Lebens in jeder Form an irgendeiner Stelle bestritten wird.“

Von dem Vorhaben der Neonazis in Bielefeld zeigte sich Pastor Pohl erschüttert: „Das trifft uns in Herz.“ Der Heilige Abend sei ein besonderer Tag, betonte der Bethel-Vorstandsvorsitzende. Deshalb sei es wichtig, dass alle demokratischen Kräfte Flagge zeigten. Er rechnet mit breiter Unterstützung durch die Bethel-Mitarbeiterschaft.


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