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17.02.2017

Eröffnungssymposion Epilepsie-Akademie Berlin-Bethel


Professor Dr. Christian G. Bien, Pastor Ulrich Pohl und Professor Dr. Martin Holtkamp begrüßten die Gäste des Auftakt-Symposiums.

Renommierter Experte: Professor Dr. Ley Sander

Fotos: Robert Burg

Gute Vernetzung und „strategische Allianzen“

„Unser Ziel ist es, die Forschungs- und Fortbildungsaktivitäten der beiden Betheler Epilepsie-Zentren zu bündeln“, sagte Professor Dr. Martin Holtkamp, Leiter des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg im Festsaal des zu Bethel gehörenden Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge in Berlin. Gemeinsam mit Professor Dr. Christian G. Bien, Leiter des Epilepsie-Zentrums Bethel in Bielefeld, stellte der Epileptologe das Konzept der im Januar ins Leben gerufenen Epilepsie-Akademie Berlin-Bethel im Rahmen eines Eröffnungssymposiums vor.

Dabei sollen nicht nur die Bethel-internen Forschungsbestrebungen stärker vernetzt, sondern auch Kooperationen mit anderen akademischen Institutionen forciert werden, etwa mit der Berliner Charité oder der Universität Oxford: „Wir wollen die klinische Forschung ausbauen und weiterentwickeln“, machten die Gründungsdirektoren der Akademie deutlich.

Für „strategische Allianzen“ zwischen Forschung und Klinik plädierte auch Professor Dr. Ley Sander. Der Hauptreferent des Symposiums, der neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit am University College London eine Epilepsie-Einrichtung in den Niederlanden leitet, kündigte einen Paradigmenwechsel in der Epileptologie an - bedingt unter anderem durch die Weiterentwicklung der modernen Genetik, deren Erkenntnisse Diagnose und Behandlung in zunehmendem Maße prägen würden.

Pastor Ulrich Pohl, Bethels Vorstandsvorsitzender, ordnete den Stellenwert von Epileptologie und Epilepsie-Behandlung für Bethel mit einem kurzen historischen Abriss ein. Die Akademie-Gründung bezeichnete er als einen weiteren Meilenstein dieser 150 Jahre währenden Entwicklung. Die Wissenschaftler Justus Berger und Dr. Philip Grewe stellten zukünftige thematische Schwerpunkte vor, etwa die Erstellung einer Datenbank, die weiteren Studien als Forschungsgrundlage dienen soll.


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