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21.06.2018

Herzberger Gespräch zur „emotionalen Entwicklung“


Prof. Dr. Albert Diefenbacher (l.), Chefarzt der KEH-Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, und Dr. Tanja Sappok begrüßten Gastreferent Jörn Dietrich.

Rund 100 Zuhörer interessierten sich für das Thema des Herzberger Gesprächs im KEH-Festsaal. Fotos: Kreutner

Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung sind erheblich von deren emotionalem Entwicklungsstand abhängig. Diese Erkenntnis verdankt die Wissenschaft dem niederländischen Psychiatrie-Facharzt Prof. Dr. Anton Došen. Sein „Schema der emotionalen Entwicklung“ (kurz: SEO) stand jetzt im Mittelpunkt des Herzberger Gesprächs im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg

Die Leiterin des Berliner Behandlungszentrums für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung des KEH, Priv.-Doz. Dr. Tanja Sappok, erläuterte im Festsaal die Bedeutung des SEO für die psychische Gesundheit. SEO helfe den Entwicklungsstand eines Menschen zu ermitteln und entsprechende Interventionen abzuleiten. Ein erwachsener geistig behinderter Mensch könne sich auf dem Entwicklungsstand eines Sechsjährigen befinden. Entsprechend seien die Bedürfnisse und das Verhalten der betroffenen Menschen zu verstehen.

„Die 4. Dimension: Emotionale Entwicklung in der medizinischen Behandlung von Menschen mit geistiger Behinderung“ lautete der Titel der Veranstaltung der KEH-Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Gastreferent war der Uelzener Diplom-Psychologe Jörn Dietrich. Der Geschäftsführer des Therapie- und Beratungszentrums Uelzen stellte Möglichkeiten zur Förderung betroffener Menschen im Werkstatt- und Wohnbereich vor. Sabine Zepperitz, pädagogische Leiterin des KEH-Behandlungszentrums berichtete von ihren Erfahrungen bei der Anwendung des SEO in der Berliner Behindertenhilfe.


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