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02.10.2019

Hospizarbeit an verschiedenen Orten


Bethel-Vorstandsmitglied Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong stellte die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ vor.

Die ambulante Hospizarbeit stand im Mittelpunkt einer Impulsgruppe mit Rainer Wolk. Fotos: Christian Weische

„Wir brauchen das Ehrenamt in der hospizlichen Arbeit. Denn Ehrenamtliche sind oft frei von Zeitdruck und hoher Taktung. Und Zeit ist mit das Wichtigste für eine intensive empathische Begleitung sterbender Menschen.“ Rainer Wolk, Leiter von Bethel.ambulant, betonte Ende September beim Hospiztag Bethel 2019 die aktuelle und zukünftige Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Hospizarbeit.

Im Palliativnetz Bielefeld e.V. haben sich wesentliche Akteure für die Versorgung sterbender Menschen zusammengeschlossen – darunter allgemeine Pflegedienste, Palliativpflegedienste, Palliativmediziner, Hausärzte, Hospize und Ehrenamtliche. Die professionellen Netzpartner in diesem System haben ihre Zuständigkeiten und Aufgaben untereinander sehr differenziert aufgeteilt. Vor diesem Hintergrund äußerten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Hospiztag in der Neuen Schmiede in Bielefeld-Bethel die Sorge, dass Ehrenamtliche bald vielleicht nicht mehr benötigt würden – insbesondere in der ambulanten Hospizarbeit.

Rainer Wolk, der eine Arbeitsgruppe mit dem Titel „Ambulante Hospizarbeit und ambulante Pflege“ leitete, trat dem entgegen. Es sei überzeugt, dass Ehrenamtliche innerhalb des Versorgungsnetzes aufgrund eines Alleinstellungsmerkmales weiterhin eine wichtige Rolle spielen. „Anders als zum Beispiel Pflegedienste oder Hausärzte sind Ehrenamtliche nicht in enge zeitliche Raster gepasst. Sie können selbst bestimmen, wann sie sich wieviel Zeit für ihre Besuche nehmen.“

Die ambulante Hospizarbeit war nur eines von vielen Themen beim Hospiztag 2019, der unter dem Titel „Begleitung am Lebensende – Hospizliches Arbeiten an verschiedenen Orten“ in der Neuen Schmiede in Bielefeld-Bethel stattfand. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, überwiegend Mitarbeiter und Ehrenamtliche aus der Hospizarbeit in ganz Bielefeld, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen auch die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“, die Hospizarbeit im Krankenhaus, für behinderte Menschen und in der Altenhilfe sowie hospizliches Arbeiten in anderen Kulturen.


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