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05.03.2015

Hospizstiftung ehrt Bethel-Projekt


Erhard Wehn, Bethel.regional-Geschäftsführer (l.), Erich Lange, Deutsche Hospiz und PalliativStiftung und Rüdiger Liebing, Palliativnetzwerk (r.) gratulierten Barbara Kroll zum zweiten Preis. Foto: Paul Schulz

Die rollende Arztpraxis „Streetmed“ der Bielefelder Ärztin Barbara Kroll gewann jetzt den zweiten Preis der Deutschen Hospiz und PalliativStiftung. Die Auszeichnung wurde heute vom stellvertretenden Vorsitzenden Erich Lange überreicht. Der DHPStiftungspreis 2014 würdigt Projekte und Konzepte, die zu einer Verbesserung der palliativen und hospizlichen Versorgung von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen beitragen.

Erich Lange betonte das Recht auf individuelle Versorgung und Betreuung für alle Menschen, „egal, wo sie in dieser Gesellschaft zu Hause sind.“ Mit der Aufforderung „Machen Sie Ihre Arbeit bekannt!“ zeigte Erich Lange die große Anerkennung der Hospizstiftung für die Arbeit von Barbara Kroll. Sichtlich stolz auf das Projekt „Streetmed“ und die Ehrung durch die Hospizstiftung war Erhard Wehn, Geschäftsführer von Bethel.regional. Durch die Arbeit der Fachärztin für Allgemeinmedizin mit „Streetmed“ sei Bielefeld vor Katastrophen verschont geblieben. Denn es habe keine Kältetoten mehr auf den Straßen gegeben.

Barbara Kroll ist seit 19 Jahren mit „Streetmed“ unterwegs und versorgt Menschen, die Suchtprobleme haben, psychisch krank sind, in Notunterkünften oder sogar auf der Straße leben. Seit sie 2007 eine Weiterbildung zu Palliativmedizinerin gemacht hat,

kümmert sie sich auch um Patienten, die an einer tödlichen Krankheit leiden und am Ende ihres Lebens stehen. Das A und O einer guten Versorgung sei die starke Einbindung in das Bielefelder Palliativnetz, sagt Barbara Kroll. So arbeitet sie eng mit den sozialen Diensten der Stadt Bielefeld, Sozialarbeitern, Pflegediensten und dem Stationären Hospiz „Haus Zuversicht“ zusammen.

Von den 1.000 Euro Preisgeld werden jetzt Pflegemittel angeschafft, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Dazu gehören zum Beispiel Hautpflegemittel für Krebspatienten. Es sei wichtig solche Spenden für einen konkreten Zweck zu verwenden, der den Menschen direkt zugutekommt und die Mittel nicht im Alltag untergehen zu lassen, erklärt Andrea Knoke. Der nächste größere Wunsch von Barbara Kroll ist ein kleines mobiles Ultraschallgerät für qualitativ verbesserte Diagnosen. Dafür ist sie aber auf Spenden angewiesen.

Weitere Informationen zu "Streetmed" gibt es hier


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