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16.10.2012

Internationale Tagung in Bethel


(v.l.) Dr. Christine Thomas, Leitende Ärztin, und Oberarzt Dr. Stefan Kreisel vom Ev. Krankenhaus Bielefeld eröffneten den internationalen Kongress gemeinsam mit den Delir-Experten Ann Pizzacalla aus Kanada und Daniel Davis aus Großbritannien. Foto: Schulz

Neueste Ergebnisse zum Delir-Syndrom

„Die akute Verwirrtheit ist ein eklatant unterschätztes Problem in der Behandlung älterer Menschen im Krankenhaus. Doch sie hat weit reichende Folgen für Patienten, Angehörige und unsere Gesellschaft", sagt Dr. Christine Thomas, Gerontopsychiaterin am evangelischen Krankenhaus in Bielefeld und Vorstandsmitglied der European Delirium Association. Zum ersten Mal veranstaltet die interdisziplinäre Vereinigung, die sich der Erforschung des so genannten Delir-Syndroms verschrieben hat, ihren Jahreskongress in Deutschland, vom 17.-19. Oktober in Bethel. Erstmals findet ein deutsch­sprachiges Vorsymposium statt, in dem speziell auf das hiesige Gesundheitssystem eingegangen wird.

Nach Tagungen in Amsterdam, Helsinki und Leeds treffen sich jetzt mehr als 200 Spezialisten aus den Berufsgruppen der Pfleger, Ärzte, Psychologen und Sozialarbeiter in Bielefeld-Bethel. Die Teilnehmenden kommen aus 18 Ländern, wobei über Europa hinaus auch Kanada, USA, Australien, Israel und sogar Thailand vertreten ist. 

Bei einem Delir handelt es sich um eine noch zu häufig übersehene, oft vermeidbare Komplikation mit schwerwiegenden Folgen wie Pflegebedürftigkeit und Tod. Nach Studien erleiden etwa 20 Prozent der über Siebzigjährigen während der Krankenhausbehandlung eine solche akute Verwirrtheit, bei schwerer Erkrankung (Intensivstation) und Operationen bis zu 80 Prozent.


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