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02.12.2016

Jahresversammlung der Gesellschaft für Epilepsieforschung


GfE-Promotionsstipendiat Justus Berger.

Pharmakologisches Labor in Bethel. Foto: Schulz

Die Gesellschaft für Epilepsieforschung (GfE) hatte Ende November zum jährlichen Austausch in die KIinik Mara im Epilepsie-Zentrum Bethel in Bielefeld eingeladen. Auf der Tagesordnung in der Klinik Mara in Bielefeld-Bethel standen unter anderem ein Referat des GfE-Promotionsstipendiaten Justus Berger und ein Austausch über die Zukunft des Pharmakologischen Labors.

Justus Berger arbeitet als Neuropsychologe am Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg und promoviert an der Berliner Charité. Durch die Untersuchung der Daten von Patienten der Epilepsiechirurgie will der Forscher ermitteln, wie Eingriffe die unterschiedlichen Gedächtnisleistungen von Männern und Frauen beeinflussen.

Entscheidende Neuigkeiten gab es für das Pharmakologische Labor. Die traditionsreiche Einrichtung des Epilepsiezentrums Bethel wird im Sommer 2017 geschlossen. Vor allem die Bausubstanz von 1956 sei marode, so Rolf Eickholt, Kaufmännischer Direktor im EvKB. Hier wären nach seiner Einschätzung Investitionen von rund drei Millionen Euro nötig.

Im letzten Jahr seines Bestehens wurden in dem Bethel-Labor 14000 Blutproben auf Medikamenten-Konzentration untersucht. Allerdings sei auch ein „Labor mit hervorragender Leistung“, wie Rolf Eickholt betonte, wirtschaftlich nicht lohnend: „Externe Labore machen es 40 Prozent billiger.“ Dank dieser Einsparung stünden nun jedes Jahr rund 250.000 Euro zur Verfügung: „Wir wollen in Stipendien oder Forschungsprojekte investieren, die weder Bausubstanz noch Maschinenpark benötigen.“ Mit einem Dienstleister, dem Labor Krone aus Herford/Bad Salzuflen, wurde vertraglich vereinbart, dass weiterhin Daten zu wissenschaftlichen Zwecken bereitgestellt werden.


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