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02.05.2012

Kinder- und Jugendhospiz Bethel eröffnet


Die Paten ließen vor dem Kinderhospiz Luftballons mit ihren Wünschen für die Einrichtung fliegen.

Architekt Michael Pappert (r.) übergab den Schlüssel an Einrichtungsleiterin Ulrike Lübbert und Bethels stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Pastor Bernward Wolf.

TV-Comedian Ingolf Lück moderierte die Eröffnung und stellte sich den Fragen der Journalisten.

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (v. l.) sowie Modeunternehmer Gerhard Weber und Charlotte Weber gehörten zu den zahlreichen Unterstützern des Projekts.

Kinderhospiz-Mitarbeiterin Judith Müller freute sich über den Besuch der Kinder aus der Kindertagesstätte Lichtblick.

Fritz Pleitgen (v. l.), Matthias Wolk, Christoph Biemann und Friedrich Nowottny unterstützen als Paten das Kinderhospiz Bethel. Fotos: Elbracht/Schulz

„Hier wird besonders intensiv gelebt“

Unzählige bunte Luftballons über Bethel zeugten heute von der Eröffnung des Kinder- und Jugendhospizes Bethel. Sie stiegen mit guten Wünschen für das neue Haus in den blauen Himmel auf. Eineinhalb Jahre nach dem Baubeginn wurden die Türen für die Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten mit einer Feierstunde offiziell geöffnet – unter anderem im Beisein von Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, sowie prominenten Paten, wie Fritz Pleitgen und Friedrich Nowottny.


„Ein Kinderhospiz ist kein Ort des Sterbens, sondern ein Ort, an dem besonders intensiv gelebt wird“, sagte Präses Annette Kurschus. Das bundesweit erste Kinderhospiz in diakonischer Trägerschaft biete den Kindern und ihren Eltern und Geschwistern Raum zum Ausruhen und Aufatmen. „Die Eltern erfahren Entlastung durch Mitarbeitende, die hier täglich im Licht des Evangeliums arbeiten“, so Annette Kurschus. Das Leben der Kinder sei ein Gottesgeschenk, selbst wenn es viel zu früh zu Ende gehe, betonte sie.Hier geht es zum vollständigen Grußwort


NRW-Staatssekretär Prof. Dr. Klaus Schäfer würdigte das Projekt in Vertretung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Gerade sterbenskranke Kinder müssten mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sagte Dr. Klaus Schäfer. Der Tod im Kindesalter werde oft verdrängt und tabuisiert. Das mache es heute schwerer, die betroffenen Kinder und ihre Angehörigen zu unterstützen. Umso mehr bräuchten diese Familien eine ganz besondere Begleitung. „Im Kinderhospiz Bethel erfahren sie Geborgenheit und Vertrauen. Es ist ein ganz zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit Leben und Tod“, so der Staatssekretär.


Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl erinnerte an Friedrich von Bodelschwinghs Worte: „Neue große Nöte, bedürfen neuer mutiger Gedanken!“ Das Kinderhospiz Bethel sei so ein mutiger Gedanke. „Er ist nun in Stein umgesetzt und wird jetzt mit Leben gefüllt“, freute sich Pastor Pohl bei der Eröffnung, die von dem Bielefelder TV-Comedian und Kinderhospiz-Paten Ingolf Lück moderiert wurde.


In dem neuen Kinderhospiz Bethel finden bis zu zehn Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten Aufnahme – zusammen mit ihren Familien. Die Baukosten betragen 5,2 Millionen Euro und sind bereits komplett durch Spenden der Freunde und Förderer Bethels finanziert worden. Für die Finanzierung des laufenden Betriebes in den ersten zwei Jahren sind weitere 2 Millionen Euro erforderlich.

Weitere Informationen und Bilder zum Kinder- und Jugendhospiz Bethel


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