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08.11.2018

Medizinisches Netzwerk für Menschen mit Behinderungen


Eröffneten am Mittwoch das MZEB: (v.l.) Rolf Eickholt, Kaufmännischer Direktor Krankenhaus Mara, Dr. Maren Thäter, Geschäftsführung Krankenhaus Mara, Marcus Vogel, Dr. Theodor Windhorst, Pastor Ulrich Pohl, Dr. Matthias Ernst, Geschäftsführung Krankenhaus Mara und Dr. Rainer Norden.

Marcus Vogel, Ärztlicher Leiter des MZEB, hat mit seinem fünfköpfigen Kernteam die Arbeit bereits Ende Mai aufgenommen.

Fotos: Mario Haase

Das Medizinische Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderungen, kurz MZEB, wurde gestern offiziell eröffnet. Die ambulante Anlaufstelle in Bielefeld-Bethel bietet Volljährigen mit geistiger oder Schwerst- und Mehrfachbehinderung eine bedürfnisgerechte medizinische Versorgung. Das MZEB ist direkt an die stationäre Einrichtung, das Zentrum für Behindertenmedizin im Krankenhaus Mara, angebunden. Diese Vernetzung ist einzigartig in Ostwestfalen-Lippe.

„Zeit und Zuwendung sowie ein besonders sensibler Umgang sind die Voraussetzungen, um Patienten mit komplexen Behinderungen qualifiziert behandeln zu können. Hier im MZEB ist eine ambulante Anlaufstelle des Krankenhauses Mara geschaffen worden, in der die Forderung nach gleichberechtigter Behandlung umgesetzt wird“, betonte Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, in seinem Grußwort.

In dem neuen Zentrum arbeiten alle medizinischen und therapeutischen Fachrichtungen zusammen. Das Behandlungsangebot ist ganzheitlich, was notwendig ist, um auf die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen eingehen zu können. In vielen Fällen hat diese Patientengruppe Probleme, Beschwerden zu beschreiben. Darüber hinaus können sich Erkrankungen anders darstellen als bei nicht behinderten Patienten. Hinzu kommt, dass das Risiko für Menschen mit Behinderungen körperlich oder psychisch zu erkranken höher ist.

„Durch das MZEB wird das Angebot Bethels qualitativ ergänzt. Das Zentrum zeichnet sich durch seine kooperative Struktur aus, denn nur durch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und den stationären Einrichtungen im Krankenhaus Mara können behinderte erwachsenen Menschen bedürfnisgerecht behandelt werden“, zeigte sich Dr. Rainer Norden, Bethels stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender Geschäftsführer des Krankenhauses Mara, überzeugt. Der Bedarf für eine solche Einrichtung sei da: Allein im Regierungsbezirk Detmold leben knapp 200.000 Menschen mit Schwerbehinderungen, von denen rund 11 Prozent eine geistige oder seelische Einschränkung haben.


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