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14.08.2018

Neue CT-Generation im EvKB


Prof. Dr. Günther Wittenberg (l.) und Prof. Dr. Randolf Klingebiel arbeiten mit dem CT der neuen Generation. Foto: Mario Haase

Sekundenschnell von Kopf bis Fuß

Geringere Strahlenbelastungen, schnellere Untersuchungen, präzisere Diagnosen – die Vorteile für Patienten sind überzeugend.  Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) arbeitet jetzt mit einem Computertomografen (CT) der neuesten Generation. Das EvKB gehört deutschlandweit zu den drei Standorten, an denen bisher dieses Gerät eingesetzt wird. 1,5 Millionen Euro sind investiert worden.

Drei Tonnen Hightech stehen seit Mitte des Jahres im EvKB – ein Computertomograf der neuesten Generation. „Schneller, weniger belastend und weniger Kontrastmittel sind große Vorteile, insbesondere bei Untersuchungen von Kindern, die strahlenempfindlicher sind, Menschen, die nach einem Unfall schwer verletzt sind oder Patienten, die durch eine schwere Erkrankung wie Krebs in kurzen Zeitabständen untersucht werden müssen“, erklärt Prof. Dr. Günther Wittenberg, Chefarzt im Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und Kinderradiologie im EvKB. „Das CT liefert schnell aussagekräftige Bilder. Diesen Vorteil nutzen wir insbesondere für Schlaganfallpatienten, weil gerade bei diesen Patienten jede Sekunde zählt“, ergänzt Prof. Dr. Randolf Klingebiel, Chefarzt des Instituts für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie im EvKB.

Ein weiterer entscheidender Pluspunkt ist die hohe Bildauflösung des Geräts. Durch diese können feine Strukturen wie Herzgefäße besser untersucht werden oder auch Metastasen in Organen leichter erkannt und behandelt werden.  

Die Untersuchungen werden präziser, ebenso wie die therapeutischen Eingriffe, die von Jahr zu Jahr zunehmen. Gezielte Punktionen, um eine Gewebeprobe aus einem Organ oder einem Lymphknoten zu entnehmen, sind leichter durchzuführen. „Insbesondere bei der Behandlung der Leber sind wir sehr erfolgreich. Unter der CT-Kontrolle wird eine Sonde im Körper platziert, die einen Tumor oder Metastasen, zum Beispiel durch Hitzeeinwirkung, zerstört.“, erklärt Prof. Dr. Günther Wittenberg. Das heißt: Die Patienten sind durch diese schonende Methode wesentlich weniger belastet als beispielsweise durch eine offene Operation mit größeren Schnitten.

Insgesamt werden die Untersuchungen und Eingriffe für die Patienten stressfreier. Die extra große Öffnung des CT-Bogens macht es leichter für Menschen mit Raumangst oder adipöse Patienten. Eine 3-D-Kamera und Infrarottechnik helfen dabei, die Patienten automatisch immer in die optimale Position auf den Tisch, der bis zu 300 Kilogramm tragen kann, zu bringen.

Das neue CT ist ein weiterer Schritt des EvKB, um auf das neue Strahlenschutzgesetz, das überwiegend in diesem Jahr in Kraft treten wird, vorbildlich vorbereitet zu sein. Das Gesetz stellt schwerpunktmäßig die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitenden im Krankenhaus in den Mittelpunkt. Neben detaillierteren Aufzeichnungs- und Meldepflichten fordert es auch, Medizinphysikexperten künftig stärker in die radiologischen Abläufe einzubinden. Derzeit arbeiten bereits drei Medizinphysiker in der Strahlenschutzstelle im EvKB, die direkt mit dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und Kinderradiologie verknüpft ist.


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