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31.07.2015

Neues Dienstleistungsangebot von Bethel proWerk


Bethel proWerk-Geschäftsführer Reinhard Dörr (l.) testet gemeinsam mit (v. l.) Daniel Haupt, René Schmidt, Bruno Kuhn und Manfred Woestmann die spendenfinanzierte Ausrüstung.

Brandschutzhelfer-Schulung vor der Betheler Werkstatt Kracks für Menschen mit Behinderungen in Bielefeld-Sennestadt unter dem fachkundigen Blick von Bruno Kuhn (l.). Fotos: Reinhard Elbracht

Mobile Brandschutztrainer gestartet

Bielefeld-Bethel. Fast zwei Meter hoch schlagen die Flammen aus dem Brandbildmonitor, der in seiner Form an eine Dunstabzugshaube erinnert. Mit einem „Monitor“ im üblichen Sinne hat die Simulationsanlage allerdings wenig zu tun. Das Feuer ist echt und sehr heiß – und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Betheler Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Bielefeld-Sennestadt sollen es mit einem Feuerlöscher bekämpfen.

Unter dem fachkundigen Blick von Bruno Kuhn, Brandschutzbeauftragter von Bethel proWerk, löschen die Teilnehmer nacheinander das Feuer. Im Hintergrund assistieren ihm zwei Menschen mit Behinderungen. Sie helfen ihm bei Auf- und Abbau sowie der Pflege und Wartung der Anschauungsmaterialien. proWerk ist das Betheler Hilfeangebot für Arbeit und berufliche Rehabilitation in Bielefeld.

Die Schläuche und Kabel der Simulationsanlage verlaufen bis in den geöffneten Anhänger des Schulungsfahrzeuges. Seit Mai ist das dreiköpfige Team mit dem Fahrzeug unterwegs und bildet Brandschutzhelfer aus. Der Anhänger einschließlich des umfangreichen Anschauungs- und Trainingsmaterials konnte mit der Spende einer Stiftung aus Baden-Württemberg in Höhe von 15.000 Euro angeschafft werden. Zu der Ausstattung gehören neben der Brandsimulationsanlage unter anderem auch Übungslöscher, ein Stromaggregat, ein Luftkompressor zum Nachfüllen der Flaschen und eine Nebelmaschine. Den Schulungsanhänger ausgestattet und montiert hat der Bielefelder Landmaschinenmeister Manfred Woestmann.

Gegenwärtig beschränken sich Bruno Kuhn und seine beiden Assistenten, Daniel Haupt und René Schmidt, noch auf die Ausbildung von Mitarbeitern in Einrichtungen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. „Ab Herbst starten wir aber als Dienstleister und können auch von anderen Unternehmen in Bielefeld und Umgebung für die Brandschutzhelfer-Ausbildung genutzt werden“, sagt Bruno Kuhn. Die Ausbildung von Brandschutzhelfern in Unternehmen wird seit gut zwei Jahren gesetzlich verlangt. Ihre Zahl ist abhängig von der Mitarbeiterzahl eines Betriebes. Brandschutzhelfer unterstützen Brandschutzbeauftragte bei ihrer Tätigkeit.

Ein wichtiger Nebenaspekt des neuen Angebots ist die Arbeit von René Schmidt und Daniel Haupt. Beide sind eigentlich im Grünen Bereich von Bethel proWerk beschäftigt – René Schmidt im Rahmen der Werkstatt für behinderte Menschen und Daniel Haupt im Rahmen der Beruflichen Bildung. Bruno Kuhn. „Für beide sind die Brandschutz-Schulungstermine eine willkommene Abwechslung. Wir haben für das neue Angebot dauerhaft zwei Plätze für behinderte Menschen geschaffen, damit ich bei den Schulungen tatkräftige und engagierte Unterstützung habe.“

Ab Herbst können Unternehmen das Team mit dem Schulungsfahrzeug buchen über E-Mail: bruno.kuhn[at]bethel.de oder über Telefon (0521) 144 3125.


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