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10.01.2019

Neujahrsempfang im KEH


Am Neujahrsempfang nahmen teil: (v. l.) Bezirksstadtrat Winfried Nünthel, Michael Grunst, Michael Mielke, Martin Matz, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Andreas Westerfellhaus, Pflegedirektor Uwe Kropp, Pastorin Hella Thorbahn, Theologin in der Krankenhausleitung, Thomas Melosch, Kaufmännischer Direktor, Pastor Ulrich Pohl, Bethels Vorstandsvorsitzender, Dr. Manfred Lang, Ärztlicher Direktor, Lutz Neumann, Geschäftsführer Jobcenter Berlin-Lichtenberg, Hubert Handke, Betheler Verwaltungsratsmitglied und Prof. Dr. Albert Diefenbacher, Chefarzt der Abteilung Psychiatrie.

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus plädierte für bessere Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen.

Pfarrer Hans-Georg Furian rief in seiner Predigt zu Offenheit und Toleranz auf. Fotos: Paul Schulz

Unter guten Voraussetzungen startete das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg in das noch junge Jahr 2019. Rund 250 Gäste aus Kirche, Politik und dem Gesundheitswesen informierten sich am Mittwoch beim Neujahrsempfang über wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres und bevorstehende Herausforderungen.

Gleich zwei große Jubiläen wurden im Jahr 2018 mit dem 175-jährigen Bestehen des evangelischen Krankenhauses und dem 125-jährigen Bestehen der dortigen Psychiatrie gefeiert. Einen „besonderen Höhepunkt“ nannte Geschäftsführer Michael Mielke zudem die Einweihung des neuen Klinikgebäudes Haus 100 Mitte Dezember. Es bietet Platz für 65 Patientenbetten, insgesamt wurden rund 22 Millionen Euro investiert. Neben dem Medizinischen Versorgungszentrum und der Neurologie mit Stroke Unit ist hier außerdem ein Diabeteszentrum mit eigener Pflegestation untergebracht. Bezirksbürgermeister Michael Grunst lobte das Engagement des KEH und begrüßte die Erweiterung der ambulanten und stationären Patientenversorgung. „Mit jedem Jahr wächst mein Respekt vor dem, was hier aufgebaut wird“, sagte er.

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, thematisierte in seiner Rede den Mangel an Pflegepersonal. Seit dem 1. Januar ermögliche das Pflege-Sofortprogramm den Krankenhäusern, unbegrenzt neues Pflegepersonal einzustellen. Diese Neuregelung sei ein wichtiger Anfang, um dem Pflegekräftemangel entgegenzuwirken. Jetzt müssten die Attraktivität des Berufes gesteigert und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Eröffnet wurde der Neujahrsempfang mit einem Gottesdienst in der Neuen Kapelle. In Anlehnung an die Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach!“ rief Pfarrer Hans-Georg Furian, Superintendent des Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree, zu Offenheit und Toleranz auf. Frieden verstehe sich nicht von selbst. In der Bibel werde er zwar als Werk Gottes definiert – „das heißt aber nicht, dass wir mit seiner Wahrung nichts zu tun haben“, so Hans-Georg Furian. Er forderte dazu auf, aktiv für eine freie Gesellschaft einzutreten – und der Abschottung eine Absage zu erteilen.


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