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08.09.2015

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider informierte sich in Bethel


Jennifer Reichert klebt in der Homborner Werkstatt Auflagegummis für den Spritzschutz von Rennrädern. Dabei schauten ihr (v. r.) NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider sowie Fertigungskoordinator Jens Richstein, Geschäftsführerin Ursula Veh-Weingarten, Regionalleiter Frank Solmecke und Produktionsleiter Stefan Linse über die Schulter.

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (r.) erhielt von Regionalleiter Frank Solmecke und Geschäftsführerin Ursula Veh-Weingarten als Gastgeschenk einen metallenen Vogel aus der Homborner Werkstatt. Fotos: Reinhard Elbracht

Ein hoher Gast hatte sich zum „Homborner Bergfest“ am 6. September in Breckerfeld angekündigt: NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider besuchte gemeinsam mit örtlichen SPD-Vertretern die Betheler Veranstaltung und machte sich bei einem Rundgang ein Bild vom Leben und Arbeiten „auf dem Berg“ in Breckerfeld-Zurstraße. Dort gibt es noch zwei Einrichtungen der früheren Betheler Teilanstalt Homborn: das Philipp-Nicolai-Haus für Menschen mit Behinderungen und die Homborner Werkstatt, in der 150 Menschen mit Unterstützungsbedarf arbeiten. 

Mit den Betheler Fachleuten erörterte der NRW-Arbeitsminister Fragen der künftigen Ausrichtung der Werkstätten für behinderte Menschen, die sich aufgrund des Bundesteilhabegesetzes ergeben. Um die Chancen behinderter Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen, muss sich ihre Unterstützung künftig noch stärker an ihrem individuellen Bedarf ausrichten. Hier gilt es, innovative Konzepte zu entwickeln. Aber auch gesetzliche Hürden erschweren die Teilhabe an Arbeit und müssen beseitigt werden: So steht sich zum Beispiel ein Werkstatt-Beschäftigter, der in ein reguläres Arbeitsverhältnis wechselt, später bei der Rente schlechter. Wenig förderlich für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist auch die Auflage der Werkstätten, wettbewerbsneutral zu arbeiten – ihre Beschäftigungsangebote müssen das Kriterium der „Zusätzlichkeit“ erfüllen, was bei strenger Beachtung arbeitsmarktfernere Tätigkeiten zur Folge hat. Die Forderung, diese Vorgabe abzuschaffen, nahm NRW-Minister Guntram Schneider positiv zur Kenntnis. 


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