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18.09.2018

Obdachlos für zwei Monate


Pfarrer Matthias Albrecht

Pfarrer Matthias Albrecht, seit rund einem Jahr Seelsorger im Berliner Lazarus-Hospiz, startete vor rund zehn Jahren einen wagemutigen Selbstversuch. Zwei Monate lebte der gebürtige Lobetaler als Obdachloser auf der Straße, musste mit kalten Nächten zurechtkommen und sich seinen Lebensunterhalt erbetteln. Er lernte andere Obdachlose kennen und war beeindruckt von ihrer Solidarität untereinander.

Den Begriff „sozial schwach“ für Menschen, die wenig besitzen, hat er aus dem Wortschatz gestrichen. „Auf der Straße habe ich viele sozial sehr starke Menschen getroffen, wenn es darum ging, das Wenige zu teilen oder in einer anderen Weise einander zu helfen“, so der Pfarrer.

Über seine Erfahrungen auf der Straße und die Menschen, die er dort getroffen hat, berichtet Matthias Albrecht unter dem Pseudonym „Matthias Unterwegs“ in seinem Buch „Ohne Obdach – Leben auf der Straße“ (Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2016. 165 Seiten, 11 Euro. ISBN 978-3-96008-433-4). Alle Erlöse des Autors aus diesem Buch kommen Obdachlosenprojekten zugute.


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