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03.05.2019

Osterempfang in der Birkenhofkirche in Hannover


Dr. Jens Lehmann (v.l.), Petra Rudszuck, Dr. Johanna Will-Armstrong, Dr. Carola Reimann, Ulrich Pohl, Dunja McAllister, Christian Sundermann, Luise Turowski und Stefanie Schwinge-Fahlberg.

Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann. Fotos: Paul Schulz

Pflege in den Mittelpunkt stellen und wertschätzen

Eine dynamische Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes Pflege und der entsprechenden Rahmenbedingungen hat jetzt die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann gefordert. Beim Osterempfang des Betheler Unternehmensbereiches Bethel im Norden (BiN) in Hannover in dieser Woche, sagte die Ministerin: „Die Pflege hat lange ein Schattendasein geführt, es ist gut, dass das jetzt anders ist. Vor uns steht ein riesiger Bedarf!“

Alle Partner in diesem Bereich, von den Kranken- und Pflegekassen, über die Anbieter der Versorgung bis hin zur Politik müssten jetzt dringend ihrer Verantwortung gerecht werden. Carola Reimann nannte dann eine Reihe bereits laufender Entwicklungen und Vorhaben. „Eine zentrale Rolle spielen die Fachkräfte,“ betonte die Ministerin.  Es gelte mehr junge Leute für die Ausbildung zu interessieren und gleichzeitig mehr gute Ausbildungsplätze zu schaffen; in Niedersachsen konnte deren Zahl zwischen 2010 und 2017 um 30 Prozent gesteigert werden. Es sei ein großer Erfolg, dass 2020 die einheitliche generalistische Pflegeausbildung bundesweit komme, mit genereller Schulgeldfreiheit und gleichzeitiger Ausbildungsvergütung.

„Aber es kommt auch darauf an,“ so Dr. Carola Reimann, „die guten Pflegekräfte im Beruf zu halten und das gelingt durch gute Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und vor allem auch durch mehr gesellschaftliche Anerkennung für den anspruchsvollen Beruf.“ Schließlich sei es notwendig die Digitalisierung auch im Gesundheitsbereich zu nutzen, etwa zur Unterstützung und Entlastung der Pflegekräfte, für mehr Selbstständigkeit der Klienten und bessere Kommunikation aller Beteiligten untereinander.

Für die ambulante Pflege forderte Carola Reimann eine angemessene Vergütung für die Wegezeiten, das sei besonders in den ländlichen Regionen von Bedeutung. Durch die konzertierte landesweite Aktion Pflege erwarte sie für Niedersachsen deutliche Fortschritte für die Pflege in allen Bereichen, unterstrich die Ministerin. Und sie verwies auf verschiedene Projekte, wo Landes- und Bundespolitik erfolgreich für die Pflege zusammenarbeiten. 

Knapp 100 Gäste waren zum Osterempfang in die Birkenhof Kirche gekommen. Dazu zählten auch Bethel im Norden-Schirmherrin Dunja McAllister, die stellvertretende Regionspräsidentin Hannovers Petra Rudszuck, der Vorstand des Diakonischen Werks Niedersachsen Dr. Jens Lehmann und Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong vom Bethel-Vorstand sowie Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl. Er erinnerte in seinem Grußwort an die Osterbotschaft. Jesu Auferstehung gebe der Christenheit Zuversicht und auch Trost im Leid. Pastor Pohl erinnerte an die Terroranschläge auf Sri Lanka oder das schwere Busunglück auf Madeira in den Ostertagen.  „Jesus ist nicht fern im Leid, er ist da und Gott ist größer als alles Leid,“ sagte Pastor Pohl. So sollten die Christen auch solidarisch an der Seite der rund 200 Millionen verfolgten Christen weltweit stehen.

Die drei Geschäftsführer von Bethel im Norden, Stefanie Schwinge-Fahlberg, Luise Turowski und Pastor Christian Sundermann konnten sich über ein positives Jahresergebnis 2018 und eine gute Weiterentwicklung der verschiedenen Arbeitsbereiche von Bethel im Norden freuen. Und sie bekamen beim Osterempfang von allen Seiten Lob für BiN, als sehr gutem und geschätzten Partner in der niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsarbeit.


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