v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
23.01.2019

Praxisnahe Ausbildung im Evangelischen Klinikum Bethel


MTRAs bedienen Großgeräte in der medizinischen Bildgebung. Darüber hinaus ist ein sensibler Kontakt mit den Patienten wichtig.

Begeisterung für Technik und Fortschritt gehört zu den Voraussetzungen, die angehende MTRAs mitbringen sollten.

Neue MTRA-Schule bringt Fachkräfte in die Region

Überall wird vom Fachkräftemangel in der Pflege oder beim Medizinernachwuchs gesprochen. Doch in Deutschland mussten bereits Krankenhäuser über Nacht schließen, weil von einer weit weniger bekannten Berufsgruppe zu wenige Fachkräfte zur Verfügung standen: medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA). Darauf reagiert nun das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) mit einer neuen MTRA-Schule und einem besonders praxisnahen Konzept.

Ohne Diagnostik keine Therapie: „MTRAs sind Spezialisten darin, hochmoderne Großgeräte wie Computer- und Kernspintomografen zu steuern. Die Aufnahmen dieser High-End-Diagnostik bilden die Grundlage für die Entscheidung, wie die weitere Behandlung verlaufen soll, und sind damit für die Diagnostik unerlässlich“, fasst Prof. Dr. Günther Wittenberg, Chefarzt der Radiologie im EvKB, zusammen. Dennoch ist bundesweit jede vierte MTRA-Stelle unbesetzt. Auch in Ostwestfalen-Lippe wird der hohe Bedarf nicht gedeckt; bisher legen hier lediglich alle drei Jahre knapp 40 MTRAs ihr Examen ab.

Um diese Zahl deutlich zu steigern bietet die neue MTRA-Schule am EvKB die dreijährige Ausbildung ab September 2019 jedes Jahr an. So werden ab 2022 pro Jahr 25 staatlich geprüfte MTRAs für die Krankenhäuser und Praxen in der Region zur Verfügung stehen. Und sie geht hierfür mit einem besonders innovativen und praxisnahen Konzept an den Start: Die Auszubildenden absolvieren die Praxisphasen blockweise in Krankenhäusern und Praxen. Das EvKB kooperiert hierfür mit 16 Gesundheitseinrichtungen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) und Niedersachsen.

Die Schulbänke für den theoretischen Unterricht stehen im Johannesstift in Schildesche. Hier befindet sich bereits die Schule für Diätassistenten, die neben der Pflegeschule und der Schule für Ergotherapie ebenfalls zu den Gesundheitsschulen im EvKB gehört. „Ich bin froh, dass am Unterricht diverse Berufsgruppen beteiligt werden und die berufsübergreifende Kommunikation für die Auszubildenden auf dem Stundenplan steht“, erklärt Petra Krause, die die Gesundheitsschulen im EvKB leitet. „Sie lernen bei uns neben dem vielen Fachwissen mit Patienten zu kommunizieren, die sich emotional in einer Ausnahmesituation befinden. Das ist für den Beruf ganz wichtig.“

Petra Krause informiert Interessierte unter Tel.: 0521 772-79841. Für die Ausbildung ist mindestens ein Realschulabschluss erforderlich. Die Ausbildung wird vergütet. Bewerbungen für den Start am 1. September sind ab sofort möglich.


© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel