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27.11.2015

Praxistag Palliativ Care


Damian Ostermann (v.l.), Petra van Lay, Christine von der Marwitz, pädagogische Leiterin der Palliative Care Weiterbildungen von Bildung & Beratung Bethel, Anna Scheilke und Holger Diekmann stellten ihre Praxisfelder vor. Foto: Reinhard Elbracht

Vernetzung und Austausch

„Achtsam begleiten – professionell pflegen“ war der Titel des Praxistages Palliativ Care in Bielefeld-Bethel. 40 Interessierte nahmen an der Veranstaltung von Bildung & Beratung Bethel teil. In Impulsvorträgen und Workshops stellten die Referentinnen und Referenten verschiedene Praxisfelder vor und berichteten von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen in der Hospizarbeit und der Palliativversorgung.

„Meine Mitarbeiter sind treue Begleiter, die Not lindern“, so der Leiter der Palliativpflege bei Bethel ambulant, Damian Ostermann. Denn neben der konkreten palliativen Versorgung habe sein Team auch den Auftrag, den erkrankten Menschen Beistand zu leisten. Die Mitarbeitenden sollen sich deshalb Zeit nehmen. „Wenn eine Behandlung länger dauert, dann ist das so.“ Damian Ostermann weiß auch, dass das längst nicht überall so möglich ist. „Ich komme selber aus der Krankenpflege und kenne den Zeitdruck.“ Die Palliativpflege wird von den Krankenkassen noch anders abgerechnet als die „klassische“ Pflege.

Diese Problematik ist auch Holger Diekmann, stellvertretender Pflegedienstleiter im Betheler Hospiz Haus Zuversicht, vertraut. Im Hospiz seien die Rahmenbedingungen anders als in stationären Pflegeeinrichtungen. Anna Scheilke, Seelsorgerin und Koordinatorin vom Ambulanten Hospizdienst, sieht in den Unterschieden auch eine Chance, voneinander zu lernen. Sie machte deutlich, wie wichtig es ohnehin sei, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen miteinander vernetzt sind und sich austauschen können.

Diese Vernetzung klappe in Bielefeld sehr gut, waren sich die Referentinnen und Referenten einig. „Auch das Ehrenamt funktioniert nur mit einem palliativen Netz“, betonte Petra van Lay, Koordinatorin für Ehrenamt im Hospiz e.V., Bethel. Zwar werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in einem Kurs und einem Praktikum auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet, aber häufig hätten Ehrenamtliche gerade am Anfang Sorge, etwas Falsches zu sagen oder zu machen.  „Ein Netzwerk mit Ansprechpartnern gibt ihnen Sicherheit“, so Petra van Lay.


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