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22.06.2020

Preisgekrönte Kooperation mit Bethel


Über den CSR-Preis OWL freuten sich (v.l.) Tanja Kliewe-Meyer, like a bird lifestyle GmbH (Preis KMU), Janine Leifert, Initiative für Beschäftigung OWL e.V. und Kerstin Liefting, Loewe Logistics & Care (Sonderpreis), Foto: Petra Scholz / Kreis Herford.

Norbert Reuffurth (r.) wechselte vor elf Jahren aus der Werkstatt zu Loewe und wird von proWerk-Fachanleiter Frank Stritzke unterstützt.

Suzan Dündar ist in Bethel beschäftigt, erbringt ihre Leistung aber an einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz bei Loewe. Fotos: Christian Weische

Seit elf Jahren bietet die Firma Loewe Logistics & Care GmbH aus Herford für Menschen aus Bethel betriebsintegrierte Arbeitsplätze an. Dieses herausragende soziale Engagement ist nun mit dem CSR-Preis gewürdigt worden. Verliehen wird er von der Initiative für Beschäftigung, einem Bündnis von über 100 Unternehmen aus der Region. Bei Loewe werde demonstriert, wie Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsalltag integriert werden können, lobte die Jury.

„Die Kooperation mit der Loewe Logistics & Care GmbH ist unsere größte und beständigste in diesem Bereich“, betont Jochen Häger, der für Bethel-proWerk die Verbindung zu den Firmen hält, die langjährige, gute Zusammenarbeit. 22 Werkstattbeschäftige aus Bethel arbeiten derzeit beim Herforder Distributor, der zum Beispiel für Unternehmen wie Lufthansa Kundenshops und Versand abwickelt.

Über betriebsintegrierte Arbeitsplätze sollen die Chancen für Menschen mit Einschränkungen erhöht werden, auf den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. „Das sind sehr realitätsnahe Arbeitsmöglichkeiten und keine Schonarbeitsplätze“, erklärt Jochen Häger. In den Firmen erhalten die Beschäftigten Begleitung und Unterstützung, bei Loewe Logistics kümmert sich Bethel-Mitarbeiter Frank Stritzke um das Team. Mehrere Beschäftigte haben in den vergangenen Jahren dort den Übergang in einen Ausbildungsplatz oder eine feste Anstellung geschafft.

„Unser Ziel ist es, 20 Prozent unserer Werkstattbeschäftigten einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz in Betrieben und Unternehmen anbieten zu können“, sagt Jochen Häger. Derzeit arbeiten in Bethel gut 290 der proWerk-Beschäftigten außerhalb der Werkstätten, das sind etwa 13 Prozent. Im Jahr 2019 gab es sieben Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt.


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