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19.06.2018

Promi-Stopp im Kinderzentrum


Autogrammjägerinnen im Kinderzentrum

Entspanntes Treffen mit Scheck: (v.l.) Maren Thäter, Leonie, Alexander Hardieck, Jasmin, Andre Begemann, Sarah Sophie, Dustin Brown, Hannah, Ralf Weber und Eckard Hamelmann. Foto: Paul Schulz

Spiel, Satz und Sieg fürs Schlaflabor

Centre Court-Atmosphäre in der Roger-Federer-Küche mitten im Kinderzentrum Bethel. Mit den Tennis-Stars Dustin Brown und Andre Begemann waren erstmals gleich zwei ATP-Spieler in der prominenten Delegation der GERRY WEBER OPEN (GWO). Gemeinsam mit GWO-Turnierdirektor Ralf Weber und Alexander Hardieck, der wie Weber Geschäftsführer der Gerry Weber World ist, übergaben die Sportprofis einen Spendenscheck von 15.000 Euro, mit denen das einzige Schlaflabor für Kinder- und Jugendliche in Bielefeld technisch weiter ausgestattet wird. Die jungen Patientinnen und Patienten ließen sich mit den Spitzensportlern ablichten.

Das Schlaflabor für Kinder und Jugendliche, dass im vergangenen Jahr dank der Spenden der Gerry Weber Open eröffnet wurde, besteht aus zwei Messplätzen. Die in Bielefeld einzigartige Einrichtung konnte durch die GWO-Spende weiter ausgestattet werden. Das Schlaflabor ist mit Blick in die nähere Zukunft so eingerichtet, dass es nach dem Neubau des Kinderzentrums (der Baubeginn ist für 2019 geplant) problemlos in die dafür vorgesehenen Räume umzieht.

„Eine langfristige Zusammenarbeit war immer unsere Zielsetzung und in den letzten 14 Jahren hat es ja bestens geklappt“, meint Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG und Turnierdirektor der GERRY WEBER OPEN, der in diesem Jahr mit Dustin Brown und Andre Begemann gleich zwei Topspieler zum Besuch des Kinderzentrums mitgebracht hatte. Neben bester Laune und viel sozialem Engagement hatte die Delegation auch einen Scheck über 15.000 Euro dabei, mit dem die mobile Schlaflaboreinheit komplett gemacht wird.

Die diesjährige Spende anlässlich der Gerry Weber Open ist für dieses besondere Diagnosegerät vorgesehen: „So ein Lungenfunktionsmessgerät, das überall eingesetzt werden kann, ist gerade für Untersuchungen bei kleineren Kindern, die in einer bekannten Umgebung bleiben möchten oder für Messungen direkt im Stationszimmer von großem Vorteil“, erklärt Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin seinen Gästen, die nach dem offiziellen Fototermin von jungen Patientinnen und Patienten nach Autogrammen und Selfies gefragt werden.

„Ich freue mich sehr über ihr Engagement, mit dem Sie unterstützen, dass sich die Kinder geborgen fühlen und schneller gesundwerden“, zeigte sich Dr. Maren Thäter, Geschäftsführerin des EvKB, begeistert. Die unkomplizierten Sportler machten deutlich, dass es zu ihrem Selbstverständnis gehöre, sich sozial zu engagieren. „Wir sind beide 33 Jahre alt und kennen uns gut. Wir wissen, dass unsere Sportgeschichte ohne Unterstützung und Hilfe durch andere nicht so gelaufen wäre und deshalb möchten gerne etwas zurückgeben.“ Patienten, Besucher und auch das Pflegeteam um Sven Damaske auf der Station K6 im Kinderzentrum applaudierten begeistert. Entspannte Stimmung, Abwechslung im Klinikalltag und neue Eindrücke – so spannend kann jede Krankenhauswoche beginnen.

ZUM SCHLAFLABOR Viele Kinder und Jugendliche leiden unter schlafbezogenen oder schlafbedingten Problemen. In den Tiefschlafphasen soll sich der Körper eigentlich erholen. Ist die Sauerstoffzufuhr unzureichend, kann das weitreichende Folgen haben, aber auch sehr unterschiedliche Ursachen. Um diese herauszufinden, werden in einem Schlaflabor in ein oder zwei nächtlichen Untersuchungen das Atemmuster, die Herzfrequenz, die Atemgase und die Atemluft über Nase und Mund präzise gemessen. Das Schlaflabor ist ein wichtiger Pfeiler für das Konzept Pneumo-Kids OWL, einem Lungenzentrum für Kinder und Jugendliche, in dem fachübergreifend gearbeitet werden wird.

Dieses Zentrum soll in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in der nächsten Zeit etabliert werden. Das Schlaflabor im Kinderzentrum Bethel kann die Untersuchung schlafbezogener Probleme bei Patienten mit neurologischen, pneumologischen und muskulären Grunderkrankungen zusammenfassen. Auf diese Weise ist es möglich, Kinder aller Altersklassen mit sämtlichen Formen von Schlafstörungen zu behandeln, die im Bereich der Nerven-, der Herz-Kreislauf- als auch muskulärer und Atemwegserkrankungen auftreten. Aufgrund der besonderen Schwerpunkte der Kinderklinik in den Bereichen Kinder-Pneumologie, Neuropädiatrie (Kinder-Nervenheilkunde) und Heimbeatmung bestehen so auch für schwerst- und schwerbehinderte Kinder besonders gute Behandlungsmöglichkeiten.

Bereits seit vierzehn Jahren unterstützt das Tennisturnier in Halle/Westfalen die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des EvKB mit Spenden. Auf diese Weise sind insgesamt mehr als 275.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld wurden beispielsweise eine Gemeinschaftsküche für Patienten und Eltern und mehrere besonders ausgestattete Patientenzimmer finanziert, die unter anderem durch eine multifunktionale Deckenkonstruktion den Einsatz vieler Materialien für therapeutische Zwecke ermöglichen. Sie wurde 2014 von Roger Federer eingeweiht und trägt deshalb seinen Namen.


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