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09.12.2019

Sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz


Angelika Gemkow ist eine unabhängige Ansprechpartnerin für Betroffene von sexualisierter Gewalt am Arbeitsplatz. Foto: Paul Schulz

Bethel richtet unabhängige Anlaufstelle ein

Schmuddelige Witze, anzügliche Kosenamen, unsittliche Berührungen –  sexualisierte Belästigungen am Arbeitsplatz sind noch immer weit verbreitet. Seit November gibt es in Bethel eine zentrale unabhängige Anlaufstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt, die von der NRW-Landespolitikerin Angelika Gemkow übernommen wurde.

„Wir wollen ein Beratungsangebot machen, wo man sich auch anonym melden kann“, betont Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl. Die Anlaufstelle ist offen für alle Fälle – ganz gleich, ob die Belästigungen von Kollegen, Leitenden oder Klienten ausgehen. „Angelika Gemkow ist sozusagen eine Ombudsfrau für die Opfer von sexualisierter Gewalt.“ Mit diesem zusätzlichen Angebot der Fürsorge sei Bethel ganz vorne dran in der Diakonie, so Pastor Pohl.  

„Bethel ist schon ganz gut aufgestellt“, ist auch Angelika Gemkows erster Eindruck. Es gibt unter anderem definierte Leitlinien, eine Dienstvereinbarung, eine Beschwerdestelle, eine Beratungsstelle für Mitarbeitende sowie Frauenbeauftragte in den Werkstätten für behinderte Menschen. Aber wie transparent ist das intern? „Ich habe gemerkt, dass viele Menschen bei diesem oft tabuisierten Thema noch unsicher sind, deshalb ist es so wichtig, immer wieder darauf aufmerksam zu machen“, sagt die 70-Jährige.

Als neutrale Ansprechpartnerin für alle Mitarbeitenden, Klienten und Angehörige hat Angelika Gemkow ihr Büro zwar in der Bethelkanzlei, ist aber völlig unabhängig und nicht weisungsgebunden. Sie prüft Sachverhalte, führt vertrauliche Gespräche und gibt Handlungsempfehlungen.


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