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16.09.2011

Spitzengespräch Kirche und Diakonie


In der Reihe „Pulsschlag“ von Bildung & Beratung Bethel diskutierten Präses Dr. Alfred Buß und Pastor Ulrich Pohl. Foto: Kreutner

Präses Buß und Pastor Pohl diskutieren

Bielefeld-Bethel. Kirche und Diakonie sind eng miteinander verbunden und stehen besonders in Westfalen in regem Austausch miteinander. So die Quintessenz  eines Podiumsgesprächs Mitte September in Bethel zwischen dem Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, und dem Vorstandsvorsitzenden der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Ulrich Pohl.

Präses Buß betonte die diakonische Dimension der Kirche. „Wir machen uns für Menschen stark, helfen ihnen und verschaffen ihnen Gehör. Das ist Inhalt unserer Handlungsdimensionen“, stellte der Präses heraus. Er unterstrich das enge Miteinander von Kirche und Diakonie aus biblischer Sicht, Gottesliebe und Menschenliebe gehörten zusammen, Diakonie sei Ausdruck des Glaubens an Gott.

Pastor Ulrich Pohl erinnerte an die Gründung Bethels durch fromme Christen aus der Ravensberger Erweckungsbewegung und Kaufleute, die praktisches Handeln im Sinne der Nächstenliebe ins Zentrum ihres Glaubens und Handelns gestellt hätten. Die Gründung erfolgte durch die Innere Mission und innerhalb der Landeskirche. „Bethels Handeln im Auftrag des Evangeliums ist immer Teil der Kirche gewesen“, so Pastor Pohl. Bethel habe darüber hinaus ein großes und weitverzweigtes Netz zu Kirchengemeinden in ganz Deutschland gespannt. Bis heute  gibt es besonders durch die Brockensammlung und die Briefmarkenstelle Verbindungen zu über 4 000 Kirchengemeinden.  „Kirche und Diakonie werden in der Öffentlichkeit als Einheit gesehen, so profitiert Bethel von der Verankerung in den Gemeinden und von der dort vorhandenen großen Identifikation mit dem diakonischen Auftrag der Kirche“, sagte Pastor Pohl. Umgekehrt profitiere die Kirche von dem positiven Image der Diakonie.

Gerade die Regionalisierung der Arbeits Bethels geschieht häufig in enger Abstimmung und Kooperation mit Kirchengemeinden und den diakonischen Werken der Kirchenkreise. So nutzt Bethel heute gerade in Westfalen vielfach nicht mehr benötigte Immobilien von Kirchengemeinden für Angebote in der Behindertenhilfe.

Anders als die Kirche nehme die Diakonie wie kein anderer Arbeitsbereich unmittelbar an den politischen Entwicklungen teil, erklärte Präses Buß.  „Diakonie befindet sich heute auf einem Sozialmarkt und in einer politisch gewollten Konkurrenz“, so Präses Buß. Die daraus entstehenden Fragestellungen nach einem gerechten Lohn für diakonische Arbeit, nach ausreichender Refinanzierung dieser Arbeit oder zur gesellschaftlichen Anerkennung der Pflegeberufe, müssten Kirche und Diakonie gemeinsam immer wieder in den Blickpunkt von Öffentlichkeit und Politik rücken.

Einig waren sich der Präses und der Bethel-Chef in der Einschätzung: „Nirgendwo in Deutschland sind Kirchenleitung und unternehmerische Diakonie so eng im Gespräch wie in Westfalen!“  


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