v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
20.02.2015

Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller in Bethel


Gabriele Lösekrug-Möller (r.) traf im Haus Ophra Menschen mit Behinderungen wie Monika Böllhoff.

In der Werkstatt am Bullerbach stellte Daniel Hanshermlienke (vorne) seinen Arbeitsplatz vor unter den interessierten Blicken von (v. l.) Werkstatt-Leiterin Sabine Prybylski, Bereichsleiter Bernd Krey, Michael Conty, Geschäftsführer von Bethel.regional, Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller und Werkstattrat Christian Buchmann. Fotos: Reinhard Elbracht

Einblicke in die Behindertenhilfe-Praxis für das neue Bundesteilhabegesetz

Bielefeld-Bethel. Die parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit und der Breite individueller Förderangebote in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die SPD-Bundestagsabgeordnete besuchte jetzt mehrere Betheler Einrichtungen in Bielefeld, um sich mit Blick auf das neue Bundesteilhabegesetz einen Eindruck von der praktischen Arbeit in der Behindertenhilfe zu machen.

Gabriele Lösekrug-Möller ist maßgeblich an der Gestaltung des neuen Bundesteilhabegesetzes beteiligt. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde vereinbart, mit dem Gesetz die Eingliederungshilfe in Deutschland zu reformieren und damit die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Mit ihrem Besuch in den Bethel-Einrichtungen will sich Gabriele Lösekrug-Möller einen Eindruck von den Gegebenheiten in der Praxis machen. „Mich interessiert, wie in Bethel der Alltag funktioniert und wie hier zum Beispiel die Teilhabe von behinderten Menschen umgesetzt wird“, sagte sie.

Die Staatssekretärin besuchte in einem ganztägigen Programm unter anderem die Häuser Ophra und Kana sowie die Werkstatt am Bullerbach in Bielefeld-Eckardtsheim. Außerdem war sie zu Gast in einem Betheler Begegnungszentrum in Sennestadt sowie im Ambulant Betreuten Wohnen im neuen „Babenquartier“ in Bielefeld-Schildesche. Begleitet wurde Gabriele Lösekrug-Möller von Bethels stellvertretendem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Günther Wienberg und Michael Conty, Geschäftsführer von Bethel.regional.

 In intensiven Gesprächen mit der Staatssekretärin erläuterten Prof. Dr. Günther Wienberg und Michael Conty, was ihnen bei der Gestaltung des Bundesteilhabegesetzes wichtig ist – und wo sie aktuell noch Handlungsbedarf sehen: „Es ist problematisch, wenn zwei Leistungssysteme zusammenkommen: Bisher ist für die Unterstützung der Eltern mit Behinderungen die Eingliederungshilfe zuständig, für die Stärkung der Erziehungsleistung der Familien die Jugendhilfe. Und für das Kind und seine Förderung ist ebenfalls die Jugendhilfe zuständig. Das ist im Lebensalltag kaum voneinander zu trennen und erzeugt regelmäßig Streit zwischen den Leistungsträgern darüber, wer was und in welchem Umfang zu bezahlen hat“, kritisierte Michael Conty. Darunter würden letztlich die Familien, die Kinder und auch die Unterstützungsleister leiden, sagte Conty und ergänzte: „In Bielefeld ist die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt an dieser Stelle wirklich gut.“


© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel